Australien: Forschern ist Wirksamkeit von AstraZeneca-Impfstoff zu gering

13. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Der Impfstoff von AstraZeneca hat gegeüber den mRNA-Wirkstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna eine deutlich geringere Wirkungsrate. Deshalb wollen australische Wissenschaftler die Verwendung vorerst stoppen.

Während die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna einen Wirkungsgrad von rund 95 Prozent aufweisen, liegt der des AstraZeneca-Vakzins lediglich bei 62 bis maximal 70 Prozent. Der sogenannte Vektor-Impfstoff ist aber jener, auf den vor allem die EU und Österreich besonders gesetzt haben.

In Australien äußern nun erste Wissenschaftler Zweifel, ob die geringere Wirksamkeit von AstraZeneca ausreicht, um eine effektive Herdenimmunität zu schaffen, berichtet der "Sydney Morning Herald". Der geplante Impfstart solle deshalb gestoppt werden und stattdessen vor allem jener von Biontech/Pfizer und Moderna verwendet werden.

Der Immunologie-Professor Stephen Turner sagt gegenüber der Zeitung, es sei klug, sich für die Kontrolle des Virus in Australien nicht auf das AstraZeneca-Vakzin zu verlassen. Sehr wohl könne man aber darauf setzen, um "die Auswirkung von Covid zu dämpfen, bis die anderen Impfstoffe voll zum Einsatz kommen können", so Turner.

Briten lassen Corona-Impfstoff von AstraZeneca zu

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA lässt den Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns AstraZeneca für Großbritannien zu.

Auch die Virologische Gesellschaft von Australasien spricht sich für einen Stopp beim Verimpfen des AstraZeneca-Wirkstoffes aus - zumindest bis erwiesen sei, dass auch höhere Wirksamkeiten erzielt werden können, heißt es. Bleibe es bei den knapp 62 Prozent, die jüngere Studien ergaben, dann solle die Regierung lieber mehr in Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna investieren, so der Ratschlag.

Es gibt jedoch keinerlei Bedenken was die Sicherheit des AstraZeneca-Impfstoffes angeht. Studien zeigen, dass der Impfstoff im Falle einer Infektion dafür sorgt, dass es nicht zu einem schweren oder gar lebensgefährlichen Krankheitsverlauf kommt.

Quelle: Redaktion / hos