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Ausbreitung der Waldbrände bei Bordeaux vorerst verhindert

12. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Im Kampf gegen den riesigen Waldbrand bei Bordeaux im Südwesten Frankreichs hat die Feuerwehr einen ersten Erfolg vermeldet.

Das Feuer in den Départements Gironde und Landes habe sich in der Nacht nicht mehr stark ausgebreitet, sagte der Verwaltungschef von Arcachon, Ronan Léaustic, am Freitag. Der Feuerwehr stehe angesichts großer Hitze und Trockenheit aber ein weiterer schwieriger Tag bevor. Weiterhin sei "äußerste Wachsamkeit" geboten.

Riesigen Pinienwald zerstört 

Die 40 Kilometer lange Feuerfront hat seit Dienstag schon 7.400 Hektar Pinienwald zerstört. 10.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, einige von ihnen bereits zum zweiten Mal. Bei dem Feuer handelt es sich um einen wieder aufgeflammten Brand, der bereits Mitte Juli gewütet hatte. Von Donnerstag auf Freitag gab es aber keine weiteren Evakuierungen, wie Léaustic sagte.

Unterstützung aus anderen Ländern 

Die 1.100 Einsatzkräfte aus Frankreich werden inzwischen von mehr als 360 Feuerwehrleuten aus anderen europäischen Ländern unterstützt. Am Donnerstagabend trafen nach Angaben der französischen Behörden 65 Feuerwehrleute aus Deutschland mit 24 Fahrzeugen in dem Waldbrandgebiet ein. Weitere Unterstützung kam aus Rumänien, Polen und Österreich. Griechenland und Italien helfen mit Löschflugzeugen aus.

Die französische Regierung hatte wegen der Waldbrände über die EU andere Länder um Hilfe gebeten. Wegen extremer Trockenheit und historisch niedriger Regenmengen wüten derzeit in mehreren Regionen Frankreichs große Waldbrände. Am Freitag wird in Frankreich mit Temperaturen von 38 bis 41 Grad der Höhepunkt der dritten Hitzewelle dieses Sommers erwartet. In der Region um Bordeaux war es mit Höchsttemperaturen von 37 Grad schon nicht mehr ganz so heiß wie in den Vortagen.

Feuer im Nationalpark 

In Zentralportugal war am Samstag ein Feuer im Naturpark Serra da Estrela ausgebrochen, das seitdem schon 10.000 Hektar Wald zerstört hat. "Es gibt immer noch eine aktive Feuerfront, die uns Sorgen bereitet", sagte Miguel Cruz vom Zivilschutz am Freitag. An anderen Stellen sei das Feuer schon besser unter Kontrolle. Die Feuerwehr ist mit mehr als 1.500 Einsätzkräften und mehr als einem Dutzend Löschflugzeugen und -helikoptern im Einsatz.

Quelle: Agenturen