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Arzt in London schädigte Dutzende Kinder

29. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Ein Untersuchungsbericht über knapp 100 von einem einzelnen Arzt mutmaßlich verpfuschte Behandlungen an Kindern schockiert die britische Öffentlichkeit. Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen 2017 und 2022 mit seiner Arbeit bei 94 jungen Patientinnen und Patienten teils schwere Schäden verursacht zu haben. In dem Bericht ist von "schwerwiegenden" Problemen die Rede, etwa "mangelhafter Operationsplanung" und "falsch platzierten Implantaten".

"Wir sind zutiefst betroffen und entschuldigen uns aufrichtig bei allen Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien", sagte der Geschäftsführer des betroffenen Kinderkrankenhauses. Innerhalb des orthopädischen Dienstes sowie des gesamten Krankenhauses seien wesentliche Veränderungen vorgenommen worden, "um das Risiko zu minimieren, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt".

Der Mann war auf Beinverlängerungen und rekonstruktive Eingriffe bei Kindern mit komplexen Krankheitsbildern spezialisiert. Er soll der Nachrichtenagentur PA und der BBC zufolge nicht mehr in Großbritannien leben. Die PA zitierte am Donnerstag mehrere Opfer. Ein zum Zeitpunkt seines Eingriffs zwölf Jahre alter 19-Jähriger sprach von einer "traumatischen Erfahrung" und "entsetzlichen Schmerzen".

Die britischen Medien berichteten ausführlich über das Ergebnis der unabhängigen Expertenuntersuchung. Geprüft wurden die Fälle aller 789 Patientinnen und Patienten des Arztes. Bei 19 wurde ein leichterer Folgeschaden festgestellt, bei 39 ein mittlerer und bei 36 ein schwerer Schaden. Die Polizei sagte der BBC, zu prüfen, ob eine polizeiliche Untersuchung erforderlich ist.

Zusammenfassung
  • Ein Untersuchungsbericht deckt auf, dass ein Arzt in London zwischen 2017 und 2022 bei 94 Kindern schwere Behandlungsfehler begangen und dabei unter anderem falsch platzierte Implantate eingesetzt hat.
  • Insgesamt wurden die Fälle von 789 Patientinnen und Patienten überprüft, wobei bei 19 Kindern leichte, bei 39 mittlere und bei 36 schwere Folgeschäden festgestellt wurden.
  • Das betroffene Kinderkrankenhaus entschuldigte sich öffentlich und kündigte umfassende Veränderungen an, während die Polizei prüft, ob Ermittlungen aufgenommen werden.