Anklage wegen versuchten Mordes nach Brandanschlag
Die Bekannten und Freunde hatten sich regelmäßig zum Schach- und Pokerspiel getroffen. An dem Abend wollten die anderen den 54-Jährigen nicht mitspielen lassen, weil er immer schnell zornig werde, wenn er nicht gewinne. Teilweise hieß es gegenüber den Ermittlern auch, es sei um Spielschulden gegangen. Der 54-Jährige verließ die Örtlichkeit, holte 13 Liter Benzin von einer Tankstelle, kehrte zurück, verschüttete das Benzin in der Garage, wo an dem Abend Schach gespielt wurde, und entfachte das Feuer.
Alle Beteiligten schafften es, ins Freie zu flüchten, allerdings teilweise mit schweren Verletzungen. Auch der 54-Jährige selbst wurde verletzt. Einem der Opfer verpasste er draußen noch Tritte und Schläge, daher der Vorwurf der Körperverletzung in der Anklage. Der 54-Jährige war im Ermittlungsverfahren nicht geständig. Er gab an, er habe nur Spaß machen wollen. Er habe seine Freunde mit dem Benzin nur ein bisschen erschrecken wollen und sei dann überrascht gewesen, als alle panisch reagierten.
Zusammenfassung
- Zwei Männer im Alter von 52 und 55 Jahren erlitten dabei schwerste Brandverletzungen, während vier weitere leicht verletzt wurden; alle Beteiligten konnten sich ins Freie retten, auch der Täter selbst wurde verletzt.
- Der Angeklagte war im Ermittlungsverfahren nicht geständig und gab an, er habe „nur Spaß machen“ und seine Freunde mit dem Benzin erschrecken wollen.
