Anklage gegen mutmaßlichen Entführer von Cleo in Australien

04. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Gegen den mutmaßlichen Entführer der kleinen Cleo Smith in Australien ist Anklage erhoben worden. Dem 36-Jährigen werde vorgeworfen, ein Kind unter 16 Jahren in seine Gewalt gebracht zu haben, was allgemein als "Kindesdiebstahl" bezeichnet werde, berichtete der australische Sender ABC am Donnerstag unter Berufung auf die Justiz. Der Mann habe bei der Anklageerhebung kaum Emotionen gezeigt. Auf die Frage, ob er die Vorwürfe verstanden habe, habe er lediglich genickt.

Freilassung auf Kaution habe der Verdächtige nicht beantragt, hieß es. Zahlreichen Medienberichten zufolge soll er eine Obsession für Puppen haben und in seinem Haus auch viele Exemplare gesammelt haben. In sozialen Netzwerken kursierte ein Video von dem Mann, auf dem er sich selbst in einem Zimmer voller Puppen gefilmt haben soll.

Cleo selbst soll mit Spielzeug beschäftigt gewesen sein, als Beamte sie in der Nacht auf Mittwoch aus einem verschlossenen Haus in dem Ort Carnarvon im Westen Australiens befreiten. Der Polizei zufolge ist die Vierjährige körperlich unversehrt. Nachbarn beschrieben den Verdächtigen gegenüber dem Portal "WAtoday" als Einzelgänger. In letzter Zeit habe er sich aber verdächtig verhalten.

Das Mädchen war am 16. Oktober von einem Campingplatz 75 Kilometer nördlich ihrer Heimatstadt Carnarvon aus dem Familienzelt verschwunden. Als die Eltern morgens aufwachten, waren sowohl ihre Tochter als auch deren Schlafsack nicht mehr da. Schnell gingen die Ermittler von einer Entführung aus. Am Mittwoch dann die erlösende Nachricht: Polizisten entdeckten Cleo wohlbehalten in einem Haus in Carnarvon.

Dem Mädchen scheine es erstaunlich gut zu gehen, sie wirke "fröhlich und munter", zitierte der Sender 7News Obersergeant Cameron Blaine, der Cleo als erster entdeckt hatte. "Ich kann sie natürlich nur von außen sehen", sagte Blaine. "Aber aus dieser Sicht bin ich erstaunt, dass sie so ausgeglichen und glücklich zu sein scheint." Es sei herzerwärmend zu sehen, dass sie nach dieser Erfahrung munter sei und lache - und jetzt endlich wieder in den Armen ihrer Mutter einschlafen könne.

Quelle: Agenturen