APA - Austria Presse Agentur

Ampel-Kommission: Schlechte Prognose für Osten, Warnung für OÖ

08. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Corona-Ampelkommission erwartet, dass die Situation an den Intensivstationen in der Ost-Region angespannt bleibt. Oberösterreich rät die Kommission zur Vorsorge.

Nach seiner Sitzung am Donnerstag zeichnet das Gremium kein positives Bild für Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Auch Oberösterreich wird entsprechende Vorsorge geraten. In Vorarlberg empfiehlt die Kommission eine ständige Evaluierung der dortigen Öffnungsschritte. Nirgendwo steigt derzeit die Infizierten-Rate höher als im "Ländle". Auf der Ampel sind alle Bundesländer rot.

Die Risikoeinschätzung der Kommission beschreibt eine konstante Auslastung von Intensivstationen auf hohem Niveau von knapp unter 30 Prozent. Und das für die nächsten zwei Wochen. Eine Entlastung im Osten sieht die Prognose nicht vorher. Aus diesem Grund wird allen Bundesländern und insbesondere Wien, Burgenland, Nieder- und Oberösterreich weiterhin geraten Maßnahmen in den Spitälern zu setzen.

Schlechteste Zahlen im "Ländle"

Den fortgesetzten Lockdown im Osten begrüßt die Kommission daher "ausdrücklich". Die in Vorarlberg gesetzten Öffnungsschritte solle man aber im Auge behalten und laufend evaluieren. Vorarlberg hat die schlechteste Entwicklung bei den Fallzahlen. Allerdings wird im "Ländle" auch am meisten getestet.

In der vergangenen Woche gingen die Infektionszahlen in mehreren Gebieten zurück. Die Zahlen sind zwar - weil wegen der Ferien die regelmäßigen Tests an Schulen weggefallen waren - etwas mit Vorsicht zu genießen. Dennoch ist beachtlich, dass der Trend im Burgenland, der Steiermark und Salzburg im zweistelligen Prozentbereich in die "richtige Richtung" geht. Einen Aufwärtstrend in die "falsche Richtung" gab es nur in Vorarlberg, dafür gleich um 24 Prozent.

Kärnten ist das Test-Schlusslicht

Die neuen, infektiöseren und gefährlicheren Varianten wie die britische haben mittlerweile in allen Bundesländern Werte rund um 90 Prozent, sich also von Ost bis West durchgesetzt. Große Unterschiede zeigen sich bei den Testungen. In Vorarlberg, wo negative Tests Voraussetzung etwa zum Gastronomie-Besuch sind, wird hier am meisten unternommen. Gezählt wurden über 43.000 Tests auf 100.000 Einwohner, relativ knapp dahinter folgt Tirol. Am anderen Ende der Skala findet sich Kärnten mit nur knapp 8.700, also einem Fünftel des Vorarlberger Werts.

Quelle: Agenturen