APA - Austria Presse Agentur

AGES: 163 Südafrika-Mutationsfälle in Tirol

09. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Aus einem neuen Bericht der AGES geht hervor, dass es mit Montag 163 bestätigte Südafrika-Fälle in Tirol gab. Außerhalb von Tirol gibt es nur vereinzelte Fälle in der Steiermark und in Wien.

Inmitten des Streits zwischen Bund und Land Tirol rund um die südafrikanische Mutation hat nun ein vorläufiger der "APA" vorliegender "Mutations-Bericht" der AGES neue Zahlen auf den Tisch gelegt. Demnach gab es mit Montag 163 bestätigte Südafrika-Fälle in Tirol und nicht 293 wie zunächst kolportiert. Die AGES verwies auf unvollständige Zahlen. Ebenso ging aus dem Bericht hervor, dass es bisher nur in der Steiermark und in Wien sehr vereinzelt bestätigte Südafrika-Fälle gibt. Am Dienstag wurden dann 393 Fälle der südafrikanischen Corona-Mutation, davon über 120 derzeit aktiv, bestätigt.

So gab es dem AGES-Bericht zufolge in der Steiermark mit Stand Montag nur eine bestätigte Südafrika-Variante in der Kalenderwoche vier. Dienstagmittag teilte das Militärkommando Steiermark mit, dass in der obersteirischen Kaserne Aigen im Ennstal sind zwei Corona-Infektionsfälle mit der südafrikanischen Mutation (B.1.351) bestätigt geworden sind.

In Wien gab es insgesamt drei Fälle. Zwei davon in der Kalenderwoche zwei und einen in der Kalenderwoche drei. In allen anderen Bundesländern wurden bisher keine Fälle der Südafrika-Variante bestätigt.

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163 statt 293 bestätigte Fälle in Tirol

Verändert hatten sich vor allem die Zahlen für Tirol. Während am Montag noch von 293 bestätigten Fällen gesprochen wurde, waren in dem AGES-Bericht nun 163 bestätigte Fälle zu finden. Die meisten davon fanden sich im Bezirk Schwaz, wo die Virusvariante auch das erste Mal nachgewiesen worden war. Doch auch in an den Bezirk Schwaz angrenzenden Gemeinden des Bezirks Kufstein trat die Südafrika-Mutation vermehrt auf. Einzelne Fälle schienen auch für den Bezirk Innsbruck-Land und die Landeshauptstadt Innsbruck auf.

Wie diese unterschiedlichen kolportierten Zahlen zustande kamen, konnte man sich auch bei der AGES vorerst nicht erklären. Man verwies gegenüber der "APA" jedoch auf teilweise unvollständige Zahlen in dem Bericht, die noch ergänzt werden sollten. Eine mögliche weitere Erklärung könnte sein, dass mehrere Proben von ein und derselben Person zunächst als mehrere Fälle gezählt worden waren und die Datenlage mit diesem Bericht nun bereinigt wurde.

Quelle: Agenturen