APA - Austria Presse Agentur

Über 80 Prozent der Schwazer zur Sonder-Impfung angemeldet

07. März 2021 · Lesedauer 2 min

42.000 von 50.000 infrage kommende Bewohner des Bezirkes Schwaz haben sich bis Sonntagmittag für eine Impfung mit der von der EU zur Verfügung gestellten Sondertranche des Impfstoffes von Biontech/Pfizer angemeldet.

42.000 von 50.000 berechtigten Schwazern wollen sich impfen lassen: Das Land Tirol sprach in einer Aussendung von einer "großen Nachfrage".  27.000 Anmeldungen gingen allein in den vergangenen vier Tagen ein, informierte das Land Tirol. 

EU schickt 100.000 Impfdosen und Wissenschafter zur Unterstützung

Der besonders stark von der südafrikanischen Coronavirus-Variante betroffene Tiroler Bezirk Schwaz soll ab Donnerstag, 11. März, mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer durchgeimpft werden. Dazu werden 100.000 Impfdosen (jeweils 50.000 für die erste und zweite Teilimpfung) des Herstellers aus dem EU-Kontingent vorgezogen. Das Projekt soll national und international von Wissenschaftern begleitet werden und neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes bei der Südafrika-Mutation bringen.

Anmeldung läuft bis Montag, 20 Uhr

"Wir ersuchen alle impfbereiten Personen aus dem Bezirk Schwaz, sich unbedingt rechtzeitig bis Montag, 8. März, 20.00 Uhr, für eine Covid-Impfung anzumelden", bat Brandl. Impfberechtigt sind alle Personen ab 16 Jahren, die ihren Hauptwohnsitz zum Stichtag 2. März 2021 im Bezirk Schwaz haben. Die 42.000 bereits angemeldeten Personen erhielten gerade nach und nach Information zu den ihnen zugeteilten Impfzeitpunkten und Impforten.

Erster Terminvorschlag kann abgelehnt werden

Er bitte um Verständnis, dass es nicht möglich sei, sich den Zeitpunkt der Immunisierung und die Impfstation beliebig auszusuchen. "Um möglichst viele Personen in kurzer Zeit impfen zu können, müssen wir aus organisatorischen Gründen eine gewisse Zuteilung vornehmen", sagte der Bezirkshauptmann. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, den zugeteilten Impftermin im Falle einer unaufschiebbaren Verhinderung einmal zu verschieben. Dazu könne der zugeteilte Impftermin online abgelehnt werden. Infolge einer Ablehnung erhielten die jeweiligen Personen einen weiteren, letzten Terminvorschlag. Es stehen 26 Impfstandorte für die Bewohner der 39 Gemeinden zur Verfügung.

Aufruf an "jüngere Generation"

Der Bezirkshauptmann richtete seinen Impf-Appell insbesondere an die jüngere Generation. "Gerade diese Generation ist sehr aktiv und dadurch - ohne Schuldzuweisungen zu machen - ein Multiplikator von möglichen Infektionen, ohne dabei selbst schwer zu erkranken", so Brandl. Für eine Herdenimmunität wäre die Immunisierung der jungen Menschen von großer Bedeutung. "Wir haben bei entsprechend hoher Impfbeteiligung die einmalige Chance, Neuinfektionen im Bezirk zu unterbinden und die Ausbreitung der Viruserkrankung radikal einzudämmen", betonte der Bezirkshauptmann.
 

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Quelle: Agenturen