APA - Austria Presse Agentur

3.319 Corona-Neuinfektionen in Österreich gemeldet

03. Jan 2022 · Lesedauer 4 min

Die deutlich infektiösere Omikron-Variante breitet sich in Österreich weiter aus und lässt die Fallzahlen weiter ansteigen. Am Montag meldeten die Ministerien - bei deutlich geringeren Testzahlen - 3.319 Neuinfektionen. Insgesamt lagen zu Wochenbeginn wieder 1.017 Covid-Patientinnen und -Patienten in den heimischen Spitälern - nur am Sonntag waren es mit 973 weniger als 1.000 gewesen. Seither wurden 44 weitere Infizierte aufgenommen.

Dreistellig war die Zahl der Patienten zuletzt am 21. Oktober mit 968 gewesen. Auf Intensivstationen mussten zu Wochenbeginn 320 Schwerkranke behandelt werden, um fünf weniger als am Sonntag. In der vergangenen Woche war die Zahl der Infizierten in intensivmedizinischer Betreuung um 63 zurückgegangen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 254,4 pro 100.000 Einwohner an. Österreichweit gab es bereits wieder 34.330 bestätigte aktive Fälle, um 1.483 mehr als am Vortag. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 1.288.829 bestätigte Fälle gegeben. Als genesen gelten 1.240.740 Personen.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Tirol mit 480,6, gefolgt von Salzburg, Wien und Vorarlberg (364,2, 326,1 bzw. 280,8). Dahinter reihen sich Niederösterreich (202,4), Oberösterreich (187,6), Kärnten (177,9), die Steiermark (158) und das Burgenland (150,7).

Seit Sonntag kamen mit 871 Neuinfektionen die meisten in Wien hinzu, Tirol meldete 714 neue Fälle, Niederösterreich 516, Oberösterreich 351 und Salzburg 303. In der Steiermark gab es 255 weitere Infizierte, in Vorarlberg 180, in Kärnten 73 und im Burgenland 56.

In den vergangenen 24 Stunden wurden außerdem sieben weitere Todesopfer gemeldet, im Sieben-Tages-Schnitt waren es täglich 15,6. In der vergangenen Woche starben 109 Menschen an den Folgen einer Infektion. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 13.759 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 154 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Am Montag zeigte sich wieder deutlich, dass in Österreich an Wochenenden und Feiertagen deutlich weniger getestet bzw. ausgewertet wird. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften deutlich höher sein. So wurden in den vergangenen 24 Stunden nur 194.889 aussagekräftige PCR-Tests ausgewertet, von ihnen fielen 1,7 Prozent positiv aus. Zum Vergleich: Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 550.552 PCR-Tests analysiert, die Positiv-Quote betrug durchschnittlich 0,6 Prozent. Dennoch lagen die 3.319 Neuinfektionen über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier waren täglich 3.247 neue Fälle registriert worden.

Vor genau einer Woche - am 27. Jänner - waren in Österreich noch 1.550 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch damals waren nur halb so viele PCR-Tests wie im Wochenschnitt ausgewertet worden.

Auch geimpft wurde am Sonntag weniger als unter der Woche. Österreichweit wurden gestern 18.093 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.618.314 Menschen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Genau 6.328.293 Menschen und somit 70,8 Prozent der Österreicher verfügten mit Stand Sonntag über einen gültigen Impfschutz. Ab heute, Montag, verlieren die Impfnachweise der einmaligen Janssen Impfung (Johnson & Johnson) ihre Gültigkeit. In der Statistik wird das ab Dienstag abgebildet. Rund 75.000 Menschen haben nach einer Johnson-Immunisierung noch keine weitere Impfung in Anspruch genommen.

Von den 18.093 Impfungen am Sonntag waren 1.640 Erststiche, das sind 9,06 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 22.029 Erstimpfungen durchgeführt. 8.541 Drittstiche am Sonntag waren 47,21 Prozent aller durchgeführten Impfungen. Insgesamt wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage 129.500 Drittstiche verabreicht.

Die Impfraten nach Altersgruppen: Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen haben 67,3 Prozent ein gültiges Impfzertifikat, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 71,6 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 75 Prozent. 77,2 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind mit Zertifikat nachweisbar gegen Covid-19 geschützt, 84,2 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Quote von 87,6 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 90,2 Prozent und die Gruppe 85plus 84,6 Prozent. Für Kinder bis elf Jahre werden 6,7 Prozent ausgewiesen.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) im Burgenland mit 76,3 Prozent. In Niederösterreich haben 72,6 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,6 Prozent. Nach Wien (70,1), Tirol (69,7), Vorarlberg (68), Salzburg (67,5) und Kärnten (67,4) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit 66,4 Prozent.

Quelle: Agenturen