2025 kamen 147 Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr um
Hoch war der Mobilitätsorganisation zufolge besonders die Zahl der Seniorinnen und Senioren, die als Fußgängerinnen und Fußgänger sowie mit dem E-Bike und mit dem Fahrrad tödlich verletzt wurden. Im Jahr 2012 verloren 154 Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr ihr Leben. Die niedrigste Anzahl an älteren Verkehrstoten gab es in den Jahren 2021 mit 99 und 2017 mit 101.
Auffallend ist laut VCÖ, dass mit 110 dreimal so viele Männer der Generation 65 plus bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen wie Frauen. Bei älteren Menschen sei zudem die Zahl der im Ortsgebiet tödlich Verletzten deutlich höher: Während insgesamt 26 Prozent bei Verkehrsunfällen im Ortsgebiet starben, waren es bei älteren Menschen 44 Prozent. "Das ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Im Alter nimmt der Anteil der im Wohnumfeld zurückgelegten Alltagswege zu und, zweitens steigt der Anteil des Zu-Fuß-Gehens an der Mobilität. Für die Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren ist Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet besonders wichtig", betonte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.
Die meisten älteren Verkehrstoten waren Pkw-Insassen mit 52. Die Anzahl tödlicher Pkw-Unfälle könne mit dem verstärkten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs deutlich reduziert werden, betonte der VCÖ und plädierte auch dafür, Anreize zum Umstieg auf die Öffis zu schaffen. Vorgeschlagen wurde, dass Personen, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, drei Jahre lang kostenlos ein Bundesland-Klimaticket erhalten.
Die dritthöchste Opferzahl bei älteren Menschen verzeichneten im Vorjahr E-Bikes. 22 Seniorinnen und Senioren kamen damit ums Leben, sieben davon in Niederösterreich und sechs in Oberösterreich. Im Burgenland und Wien gab es keinen tödlichen E-Bike Unfall von der Generation 65 plus, so der VCÖ. Mit dem Fahrrad wurden 20 Seniorinnen und Senioren bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt, die meisten in Niederösterreich und in Salzburg mit jeweils fünf. VCÖ-Expertin Jaschinsky forderte mehr Tempo beim Radwegeausbau.
Zusammenfassung
- Im Jahr 2025 sind in Österreich 147 Seniorinnen und Senioren bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, das sind um 27 mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit 2012.
- Besonders betroffen waren ältere Menschen als Fußgänger:innen, E-Bike- oder Fahrradfahrer:innen, wobei 110 Männer und 37 Frauen unter den Opfern waren und 44 Prozent der Todesfälle im Ortsgebiet passierten.
- Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen wie Verkehrsberuhigung, Tempo 30 und Anreize zum Umstieg auf Öffis, etwa ein kostenloses Klimaticket für jene, die freiwillig den Führerschein abgeben.
