APA - Austria Presse Agentur

200 infizierte Mitarbeiter in Oberösterreichs Landesspitälern

10. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Laut SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder sind aktuell 200 Mitarbeiter der oberösterreichischen Landesspitäler mit Corona infiziert. Er fordert deshalb für sensible Bereiche eine Impfpflicht.

Ein Corona-Cluster auf der Krebsabteilung im Krankenhaus Steyr mit sechs infizierten Mitarbeitern sorgte am Mittwoch für Aufsehen. Von den sechs infizierten Mitarbeitern auf der Abteilung sind drei nämlich nicht geimpft - trotz der besonders immungeschwächten Patienten.

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Laut der oberösterreichischen Gesundheitsholding sind von den rund 30.000 Spitalsmitarbeitern in Oberösterreich (Landeskrankenhäuser und Ordensspitäler) insgesamt 5,9 Prozent - also rund 1.800 - ausgefallen. Das liege aber auf Durchschnittsniveau. Von diesen 1.800 Mitarbeitern sind 200 am Coronavirus erkrankt, berichtet die "Krone" unter Berufung auf den Gesundheitssprecher der SPÖ Oberösterreich Peter Binder.

"Belastung nicht mehr stemmbar"

Der Geschäftsführer des Krankenhaus St. Josef Braunau Erwin Windischbauer schlug bereits Alarm. Das Personal gebe das Beste für die Versorgung der Patientinnen und Patienten, "doch die Überbelastung ist auf Dauer nicht mehr stemmbar", sagte er der "Krone". Windischbauer spricht von Krankenständen und quarantäne-bedingten Ausfällen, die in manchen Bereichen viermal so hoch seien wie im langjährigen Durchschnitt. Aktuell seien 41 Beschäftigte an Covid-19 erkrankt.

Angesichts der Zahlen fordert Binder eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal in sensiblen Abteilungen. "Es gibt bereits eine Impfpflicht im Gesundheitswesen für Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und teilweise Hepatitis A und B. Da ist es nicht aus der Luft gegriffen, wenn auf sensiblen Krebsstationen auch eine Corona-Schutzimpfung verordnet wird", fordert der SPÖ-Gesundheitssprecher.

Dafür verantwortlich wären Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (beide ÖVP).

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos