APA - Austria Presse Agentur

179 Todesopfer in Italien in 24 Stunden

11. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

In Italien wurden für ein 24-Stunden-Fenster am Montag 179 Coronavirus-Todesopfer gemeldet. Das sind 14 mehr als am Vortag. Die Zahl der Gestorbenen stieg seit Beginn der Pandemie in Italien am 20. Februar auf insgesamt 30.739, jene der aktiv Infizierten fiel von 83.324 auf 82.488, teilte der italienische Zivilschutz mit.

In Italien wurden für ein 24-Stunden-Fenster am Montag 179 Coronavirus-Todesopfer gemeldet. Das sind 14 mehr als am Vortag. Die Zahl der Gestorbenen stieg seit Beginn der Pandemie in Italien am 20. Februar auf insgesamt 30.739, jene der aktiv Infizierten fiel von 83.324 auf 82.488, teilte der italienische Zivilschutz mit.

13.539 Covid-19-Erkrankte lagen noch in Italiens Spitälern. Die Zahl der Kranken auf den Intensivstationen sank unter die 1.000er-Schwelle auf 999. In Heimisolation waren noch 67.950 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 106.587. In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, überschritt die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Epidemie die 15.000-Marke.

Nachdem die Regierung grünes Licht für Antikörper-Tests auf 150.000 Personen in Italien gegeben hat, haben die lokalen Gesundheitsbehörden begonnen, telefonischen Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die sich freiwillig das Blut abnehmen lassen wollen. Beim Roten Kreuz wurde ein Call Center für Anrufe von Personen eingerichtet, die sich dem Test unterziehen wollen. Behinderten oder älteren Patienten kann das Blut zu Hause abgenommen werden.

Die italienische Regierung gibt unterdessen den 20 Regionen nach Politiker-Angaben mehr Spielraum für schnellere, gestaffelte Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Über diese Einigung berichtete der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti, am Montagabend. Zuvor hatte es eine Videokonferenz zwischen Vertretern der Regionen, Ministerpräsident Giuseppe Conte und anderen Regierungsmitgliedern gegeben.

Italien hatte in der Covid-19-Krise am 4. Mai mit vorsichtigen Lockerungen der strengen Sperren begonnen. Vielen Regionen, in denen es weniger Neuinfektionen als etwa in der Lombardei gibt, ging die Aufhebung von Verboten im Bereich Wirtschaft nicht schnell genug. Ab dem 18. Mai könnten die Regionen zum Beispiel Bars und Restaurants öffnen, hieß es in Medienberichten. Allerdings behalte sich Rom ein Eingreifen und einen Stopp vor, wenn die Infektionszahlen wieder anstiegen.

"Ab 18. Mai werden wir in der Lage sein, Aktivitäten entsprechend den territorialen Bedürfnissen zu öffnen", schrieb Giovanni Toti. Die Nachrichtenagentur ANSA gab den für Regionalfragen zuständigen Minister, Francesco Boccia, mit der Aussage wieder, dass nun die Phase der Verantwortung der Regionen beginne. Nach Medienberichten will die Regierung in Rom in den kommenden Tagen Vorgaben machen, welche Bedingungen für eine Beschleunigung gelten sollen. Bisher sollen Bars, Restaurants und Friseure erst ab dem 1. Juni öffnen. Allerdings hatten einzelne Regionen wie Südtirol bereits im Alleingang eigene Regeln erlassen.

Quelle: Agenturen