APA - Austria Presse Agentur

Umfrage: Knapp 55 Prozent der Österreicher für 1-G-Regel

23. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Insgesamt ist eine knappe Mehrheit der Österreicher für die 1-G-Regel. Ein Viertel der Österreicher hält es für eine "sehr schlechte Idee".

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte am Sonntag im "PULS 24 Sommergespräch", lieber nur Geimpfte in eine Disco zu lassen, bevor das Lokal wieder zusperren müsste. Angestoßen wurde die Debatte von Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kann sich diese Regel ab Oktober vorstellen.

In der Bevölkerung scheint der Vorschlag, Ungeimpften den Zutritt zu Freizeitaktivitäten zu verbieten, aber auf eher wenig Zustimmung zu stoßen. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "unique research" im Auftrag von "Profil" zeigt, dass nur 35 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen die Idee für "sehr gut" befindet. 20 Prozent halten den Vorschlag immerhin für eine "gute Idee". Für ein Viertel der Befragten ist die 1-G-Regel eine "sehr schlechte Idee, für 13 Prozent eine "schlechte Idee". 

ÖVP-Wähler dafür

Nur eine knappe Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen (55 Prozent) ist also dafür, Freizeiteinrichtungen wie Restaurants, Theater oder Fitnesscenter nur noch für Personen zu öffnen, die gegen Corona geimpft sind. Bei steigenden Zahlen im Herbst dürfte die Zustimmung weiter steigen.

Ein Blick auf die Details verrät allerdings, warum sich die Blauen über die Einschränkungen für Ungeimpfte freuen dürften. Die FPÖ warnt ja schon länger vor einer "Impfpflicht durch die Hintertüre". Nur 11 Prozent der FPÖ-Wähler sind für Vorteile für Geimpfte, 86 Prozent dagegen. Nahezu spiegelverkehrt dazu die ÖVP-Wähler: 82 Prozent dafür, 15 Prozent dagegen. SPÖ-Wähler befürworten Vorteile für Geimpfte zu 72 Prozent, 23 Prozent lehnen das ab. 

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde zwischen 16. und 19. August von "unique research" für "Profil" durchgeführt. Es handelt sich um eine Onlineumfrage, bei welcher 500 Personen aus Österreich ab dem Alter von 16 Jahren befragt worden sind. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 4,4 Prozent.

Quelle: Redaktion / koa