Moder zu Omikron: "Derzeit schlechtester Zeitpunkt, um keinen Schutz zu haben"

13. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Die "große Omikron-Welle" stehe bevor, meint Molekularbiologe und "Science Buster" Martin Moder im Newsroom LIVE. Daher sei aktuell der "schlechteste Zeitpunkt", um nicht geimpft bzw. geboostert zu sein.

"Ich kenne niemanden vom Fach, der nicht besorgt ist", meint Molekularbiologe Martin Moder zur Omikron-Variante. Denn mit Omikron stehe uns "eine Variante bevor, die wahrscheinlich um vieles problematischer ist" als andere Corona-Varianten. Bisher würde sich laut Moder bestätigen, dass "die Antikörper von Leuten, die nur genesen sind, nicht wirklich was gegen Omikron ausrichten können". Dies treffe "vermutlich" auch auf Personen zu, die nur zwei Mal gegen Corona geimpft sind, erklärt er im Newsroom LIVE. Erste Studien sollen allerdings auch zeigen, dass die Antikörper von Personen, die geimpft und genesen sind, sowie Menschen mit einer Booster-Impfung – also dem dritten Stich – "durchaus noch eine Wirksamkeit haben".

"Große Omikron-Welle" stehe bevor

Moder betont im Interview, dass die Wirksamkeit ohne einer Booster-Impfung nicht verschwinde, sondern nur sinke. Bei der Wirksamkeit gehe es um den "Schutz vor einer symptomatischen Infektion". "Die Impfung kann schon deutlich weniger schwere Verläufe bewirken", sagt der Molekularbiologe.

Corona: Omikron bald dominante Variante?

Die Omikron-Variante greift in Europa immer mehr um sich. Womöglich steht schon im Jänner die nächste Pandemiewelle bevor.

Auf einen Impfstoff zu warten, der auf Omikron angepasst ist sei allerdings "nicht schlau", meint Moder. Er rechnet spätestens Ende Jänner mit einer "großen Omikron-Welle". Daher sei aktuelle der "schlechteste Zeitpunkt, um keinen Schutz zu haben". Das gleiche gelte auch mit einem Zuwarten auf die Booster-Impfung.

Zudem gebe es "ein kleines Fünkchen Hoffnung", sagt der Molekularbiologe. Omikron vereine "viele problematische Mutationen in sich". Mit einer Anpassung der Vakzine könne man eventuell einen "rundum Schlag gegen alles problematische" des Coronavirus schaffen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea