Impfpflicht: Czypionka fordert zuerst ein verpflichtendes Beratungsgespräch

06. Dez 2021 · Lesedauer 1 min

Gesundheitsökonom Thomas Czypionka fordert im PULS 24 Interview, dass es vor der Impfpflicht ein verpflichtendes Beratungsgespräch geben soll.

Der Gesundheitsökonom Thomas Czypionka hat einen Gegenvorschlag zum ersten Gesetzesentwurf für die Impfpflicht ausgearbeitet: Demnach sollte es zunächst eine Beratungspflicht für Ungeimpfte geben. "Es gibt viele Menschen, die nicht ausreichend informiert sind", sagt Czypionka im PULS 24 Interview. Deswegen hätten viele Menschen Sorgen. Sein Vorschlag habe auch den Hintergrund, dass damit die Gräben in der Gesellschaft nicht noch tiefer gemacht werden sollen. 

Nach dem Beratungstermin sollte man drei Wochen Zeit bekommen, "um das sickern zu lassen" - erst dann sollte es Strafen geben, sagt der Gesundheitsökonom. Zudem sollte man sich den Impftermin und den Impfstoff aussuchen können. Pflicht und Strafen würden Gegenwind erzeugen.

Die Experten seien zwar gehört worden, der Staat müsse aber auch mit den Bürgern in Dialog treten und die Impfpflicht diskutieren, so Czypionka. Auch mit Kirchen und Gemeinden müsse man zusammenarbeiten. Das sei zum Teil nicht gemacht worden. Manche Menschen würden eben keine Medien konsumieren und auf Falschnachrichten reinfallen - auf die müsse man zugehen.

Quelle: Redaktion / koa