APA/APA (dpa)/Robert Michael

Wien: Auf jeden Geimpften auf Intensivstation kommen knapp acht Ungeimpfte

06. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

In Wien wurde die Belegung auf den Corona-Normalstationen sowie den Intensivstationen nach Impfstatus und Altersgruppe aufgeteilt.

Bei den Infektionszahlen wirkt sich der Lockdown bereits aus, die Zahlen sinken. Auf den Intensivstationen ist diese Wirkung aber noch nicht eingetreten. Weiterhin steigt die Belegung österreichweit. Eine aktuelle Auswertung der Intensivpatienten nach Impfstatus und Altersgruppe zeigt, dass vergangene Woche nahzu achtmal soviele Ungeimfpte wie Geimpfte intensivmedizinisch behandelt werden.

Pro 100.000 Einwohner sind in Wien aus allen Altersgruppe insgesamt 63 Ungeimpfte auf Intensivstationen und acht Geimpfte. Noch höher ist das Verhältnis in der Altersgruppe von 30 bis 59 Jahren. Dort kommt auf einen Geimpften auf der Intensivstation sogar 18 Ungeimpfte.

Die Belegung der Intensivstationen umgerechnet auf 100.000 Personen. In der KW 48 waren also pro 100.000 Personen in der Altersgruppe von 30 bis 59 Jahren ein Intensivpatient geimpft un 18 Personen ungeimpft.

Auf den Corona-Normalstationen ist das Verhältnis zwischen Geimpfte und Ungeimpften nicht ganz so hoch, aber ebenfalls deutlich. Auf einen Geimpften kommen 5,5 Ungeimpfte.

In der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen waren pro 100.000 Einwohnern 27 Corona-Patienten auf Normalstationen ungeimpft und drei geimpft. In der Altersgruppe ab 60 Jahren ist das Verhältnis von Geimpften zu Ungeimpfte eins zu fünf.

Die Belegung der Corona-Normalstationen umgerechnet auf 100.000 Personen. In der KW 48 waren also pro 100.000 Personen in der Altersgruppe von 30 bis 59 Jahren drei Intensivpatienten geimpft un 27 Personen ungeimpft.

In jedem Fall ist das deutliche Missverhältnis von Ungeimpften zu Geimpften aus allen Zahlen ersichtlich. FPÖ-Parlamentarierin Dagmar Belakowitsch hatte auf einer Impfgegner-Demo behauptet, die Spitäler wären nur ausgelastet, weil sie voll mit Geimpften wären. Eine klare Unwahrheit, die sogleich von anderen Parteien und Ärztekammer kritisiert wurde.

Mehr dazu

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos