Hutter zu Öffnungsschritten: "Es braucht ein Auge auf die nächsten Entwicklungen"

27. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Für den Umweltmediziner Hans-Peter Hutter sind Öffnungen gerechtfertigt, wenn die epidemiologische Situation dies hergibt. Trotz der Entspannung müsse man ein Auge auf die nächsten Entwicklungen werfen, wie er im PULS 24 Interview sagt.

Am Freitagvormittag finden im Kanzleramt Beratungen mit den Landeshauptleuten und dem Gemeindebund statt. Weitere Lockerungen sollen am 10. Juni kommen. Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter hat sich dahingehend ein anderes Vorgehen vorgestellt. Im PULS 24 Interview erklärt er, dass man die nächsten Öffnungsschritte parallel zu Beobachtung der Lage hätte planen müssen. So sei "alles übereinander und verwirrend". Die Bevölkerung werde dadurch der Eindruck vermittelt: "Wir sind jetzt mit der Epidemie fertig". "Da ist jetzt kluges Vorgehen gefragt: Weil auf der einen Seite ist Entspannung angesagt, aber gleichzeitig braucht es ein Auge auf die nächsten Entwicklungen", sagt Hutter.

Die Öffnung unter den bekannten Maßnahmen, sei laut dem Umweltmediziner nur dann sinnvoll, wenn der Nachweis der 3-G auch kontrolliert wird. "Wenn sich keiner daran hält, dann ist das kontraproduktiv für die Situation", erklärt Hutter.

"Abwarten und parallel planen"

Zu Maßnahmen bezüglich Feierlichkeiten wie z.B. Hochzeiten sagt der Mediziner, dass diese aktuell "theoretische Überlegungen" seien. "Letztendlich entscheidet es sich über die nächsten Wochen, inwiefern es überhaupt realistisch ist", sagt Hutter. Dennoch bezweifle er, dass bis Juli alle "Gäste auf einer Hochzeit geimpft" sind, denn auch Kinder zählen dazu. Daher müsse man abwarten, wie sich die Lage entwickelt und parallel planen.

Abwarten müsse man laut Hutter auch im Bezug auf die Nachtgastronomie. Veranstaltungen, wie der Eurovision Song Contest, seien Szenarien, aus denen "man viel lernen kann". Demnach müsse man auf die Ergebnisse warten.

Es wird "noch etwas tricky werden"

Über die Zukunft sagte Hutter: "Alles von vorne wird es nicht sein". Auch ein "Lockdown in dieser Form wird nicht mehr notwendig sein", prognostiziert er. Dennoch würde man gewisse Verhaltensmaßnahmen beibehalten müssen, "damit diese, die nicht geimpft werden dürfen, auch noch geschützt werden". "Da wird es noch etwas tricky werden", so Hutter.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea