APA - Austria Presse Agentur

Gastro, Hochzeiten, Vereine: Regierung verkündet am Freitag weitere Lockerungen

27. Mai 2021 · Lesedauer 3 min

Am Freitagvormittag finden im Kanzleramt Beratungen mit den Landeshauptleuten und dem Gemeindebund statt. Weitere Lockerungen sollen am 10. Juni kommen. Im Wiener Rathaus wird bereits am Donnerstag beraten.

Die Regierung will schon mit 10. Juni weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen umsetzen. Dazu finden am morgigen Freitagvormittag im Kanzleramt Beratungen mit den Landeshauptleuten und dem Gemeindebund statt. Es ist damit zu rechnen, dass die Sperrstunde in der Gastronomie weiter in die Nacht rückt und die Maskenpflicht im Freien, etwa im Fußballstadion, fällt. Geredet wird auch über Hochzeiten und das Vereinsleben.

Um 9.00 Uhr starten morgen die Gespräche zwischen der Bundesregierung, den Landeshauptleuten und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl im Bundeskanzleramt. Von Regierungsseite sind Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (beide Grüne) und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) dabei. Danach soll es gegen Mittag eine Pressekonferenz geben, wo die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert wird.

Zwar hatte es zuletzt einen medial ausgetragenen Koalitionskrach in Sachen Öffnungen gegeben - letztlich stellte sich allerdings heraus, dass man sich inhaltlich ohnehin ziemlich einig ist. Zu erwarten ist demnach nach den Ankündigungen der vergangenen Tage, dass es vor allem in der Gastronomie zu Lockerungen kommt.

  • So dürfte der Zwei-Meter-Abstand zwischen Besuchergruppen auf einen Meter verkleinert werden, außerdem soll die Anzahl der Personen, die an einem Tisch sitzen dürfen, erhöht werden.
  • Die Sperrstunde würde Gesundheitsminister Mückstein gern von 22 Uhr auf Mitternacht verlegen.
  • Das dürfte angesichts der nahenden Fußball-EM auch Freunde des Public Viewings besonders freuen.

Ziemlich fix scheint auch, dass man bei Veranstaltungen im Freien bald keine Maske mehr tragen muss. Bleiben dürfte die FFP2-Maskenpflicht noch in den Schulen oder etwa im Handel, wobei in den nächsten Wochen diskutiert werden soll, wieder zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz zurückzukehren.

Hochzeiten auch Thema

Thema der Gespräche sind nach APA-Informationen auch Hochzeiten, aus den Ländern wurden zuletzt auch Wünsche nach einer Abschaffung des Einreiseformulars auf dem Landweg und einer Verkleinerung der Quadratmeter-Regel im Vereinsleben deponiert.

Wien: Gespräche bereits am Donnerstag

In Wien haben am Donnerstag Beratungen zur aktuellen Corona-Situation begonnen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat erneut Fachleute aus Bereichen der Medizin oder auch der Prognostik eingeladen, um über die aktuelle Pandemie-Entwicklung in der Bundeshauptstadt zu sprechen. Anders als nach den Sitzungen der vergangenen Wochen wird der Stadtchef heute aber wohl keine Entscheidungen verkünden.

Einen Zeitpunkt, ab wann er weitere Öffnungsschritte für sinnvoll erachten würde, nannte der Stadtchef bisher nicht. Auch über Lockerungen etwa in Sachen Maskenpflicht oder die angedachte Ausweitung der Gastro-Öffnungszeiten wollte er sich noch nicht konkret äußern. Er wolle sich nicht an einem Wettlauf, wer früher Öffnungsschritte ankündige, beteiligen, betonte er.

Neuinfektionen steigen wieder leicht an

Während weitere Lockerungen geplant sind, steigen die Neuinfektionszahlen erneut leicht an. Am Donnerstag meldeten die Behörden 585 Neuinfektionen und sieben Todesfälle. Am Donnerstag der Vorwoche, dem 20. Mai 2021, wurden noch 562 Neuinfektionen gemeldet. Gute Nachrichten gibt es aus den Intensivstationen, erstmals seit Oktober 2020 müssen weniger als 200 Corona-Patienten dort behandelt werden.

Quelle: Agenturen