APA - Austria Presse Agentur

EMA und WHO empfehlen noch keine Corona-Impfauffrischung

09. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehlen wegen zu weniger Daten noch keine Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 und widersprechen damit Vorgaben der deutschen Stiko.

Die EMA erklärte am Freitag, es sei noch nicht klar, ob mehr als die meist zwei Impfdosen pro Person benötigt würden. Bisher gehe die Behörde davon aus, dass die gegenwärtige Impfpraxis ausreichenden Schutz biete.

Zu wenige Daten

Für eine Entscheidung über Auffrischungsimpfungen gebe es noch nicht genug Daten, erklärte die EMA. Auch die WHO und das deutsche Gesundheitsministerium verwiesen auf eine noch unzureichende Datenlage für eine Beurteilung dieser Frage.

Das deutsche Unternehmen BioNTech und sein US-Partner Pfizer hatten erklärt, in der EU, in den USA und in anderen Ländern die Zulassung ihres Vakzins für eine Auffrischungsimpfung zu beantragen. Das hatte auch an den Börsen für Kursauftrieb gesorgt.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hat eine andere Meinung. Sie befindet, dass der Impfschutz gegen SARS-CoV-2 aufgefrischt werden sollte. Mehr dazu: 

Pfizer-Sprecherin Renée Gallo-Daniel brachte im PULS 24 Interview schon Mitte April das Thema auf. Sie könne sich vorstellen, gab sie damals an,  dass künftig der Impfschutz gegen SARS-CoV-2 wegen Mutationen aufgefrischt werden müsse.

Pfizer-Sprecherin Gallo-Daniel über Booster-Impfungen gegen Corona

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam