Corona-Verschärfung in Wien: Maskenpflicht wird ausgeweitet, "2G-Plus" in Nachtgastro

12. Nov 2021 · Lesedauer 3 min

Wien verschärft abermals die Corona-Maßnahmen. In allen Innenräumen müssen FFP2-Masken getragen werden, in der Nachtgastro kommt "2G-Plus" und die Drittimpfung wird vorgezogen.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat am Donnerstag die neue "Wiener Landesverordnung für begleitende Maßnahmen zur Covid-Bekämpfung" unterzeichnet. Wie angekündigt, wurden darin die Verschärfungen für 12- bis 15-Jährige verankert. Auch sie müssen in Wien entweder geimpft, genesen oder PCR-getestet sein, um etwa zum Friseur oder ins Restaurant gehen zu können. Neu war, dass in Wien auch beim Konsum an Würstel-, Kebab- oder Punschständen die 2G-Pflicht gilt. 

Aber damit nicht genug: Am Freitag wurden abermals neue Regeln verkündet: Schon ab kommender Woche tritt eine neue Verordnung in Kraft:

FFP2-Maskenpflicht in allen Innenräumen

In der Gastronomie kehrt die FFP2-Maskenpflicht für Personal und für Kunden am Weg von und zum Tisch oder an zugewiesenen Sitzplätzen an der Bar zurück: Am Weg zum Tisch, oder sobald man den Tisch verlässt, müssen Kunden FFP2-Maske tragen. Auch das Personal in der Gastronomie muss wieder FFP2-Maske tragen.

Die Bundeshauptstadt weitet die FFP2-Maskenpflicht zudem auf alle Innenräume aus, die nicht der Privatbereich sind. Das bedeutet nicht nur im gesamten Handel, sondern auch am Arbeitsplatz, wo enger Kontakt zu anderen Menschen (nicht nur zu Kunden, sondern auch zwischen Arbeitskollegen) besteht. Die FFP2-Maske kehrt auch bei Handelsmitarbeitern und bei körpernahen Dienstleistern wie etwa Friseuren zurück.

Impfstraße für Kinder öffnet am Montag

Die bereits angekündigte Impfstraße für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren wird schon am kommenden Montag seinen Betrieb aufnehmen. Ab kommenden Montag, den 15. November, ist es in Wien möglich auch Kinder zwischen 5 und 11 Jahren gegen Covid-19 zu impfen. Im Austria Center Vienna wird eine Impfstraße für diese Altersgruppe geöffnet. Geimpft wird ausschließlich mit Biontech/Pfizer. In dieser Pilotphase für das Kinderimpfen können rund 200 5-11-Jährigen pro Tag geimpft werden. "Diese geringe Zahl an Impfungen ist auch den ausführlichen und gründlichen fachärztlichen Aufklärungsgesprächen mit den Eltern und den Kindern geschuldet. Diese Impfkapazität wird nach der Pilotphase ausgeweitet werden", heißt es in der Aussendung der Stadt. Die Anmeldung ist ab Samstag, 11 Uhr, möglich.

"2G+" in der Nachtgastro

"Um das Schutzniveau weiter zu erhöhen und so weiterhin sicher offenhalten zu können, führt die Stadt Wien 2G+ein", heißt es in der Aussendung der Stadt. "2G-Plus" bedeutet: Geimpft oder Genesen und zusätzlich ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. "2G-Plus" gilt in Wien künftig in der Nachtgastronomie sowie bei allen Zusammenkünften ab 25 Personen – das gilt auch für Besucher von Sportveranstaltungen. Überall, wo "2G-Plus+" gilt, herrscht keine Maskenpflicht. Das gilt ebenso für Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater oder die Staatsoper.

Drittimpfungen werden vorgezogen

Ab Samstag, den 13.11.2021, ist es in Wien möglich – unabhängig vom Impfstoff – bereits 4 Monate nach der Zweitimpfung die dritte Impfung zu erhalten. Bei Johnson & Johnson bleibt es bei 28 Tagen nach der Impfung.

Stadt-Wien-Mitarbeiter sollen ins Homeoffice

"Überall, wo es möglich ist," soll das Homeoffice – forciert werden, dass die Arbeit außerhalb der Arbeitsstätte verrichtet werden kann. Nachdem das Bundesmaterie ist, kann die Stadt Wien das nicht für alle verordnen, aber im Bereich ihres eigenen Personals intern vorangehen.

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Quelle: Redaktion / koa