APA - Austria Presse Agentur

Oberösterreich muss weitere Operationen absagen

17. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Am Mittwoch vermeldete Oberösterreich einen Rekordwert von 4.423 Neuinfektionen. Die Situation in den Krankenhäusern mit nun 106 Patienten auf Intensivstationen wird immer kritischer. Deshalb müssen nun weitere Operationen abgesagt werden.

Bereits vom 1. bis zum 9. November mussten 30 Prozent aller Operationen im Bundesland Oberösterreich abgesagt werden. Das entsprach 352 Eingriffen, die verschoben werden mussten. Seitdem hat sich die Corona-Lage in Oberösterreich weiter verschärft.

Mit Donnerstag waren 106 Corona-Infizierte in intensivmedizinischer Betreuung. Damit wurde eine neue Stufe im Corona-Stufenplan des Landes überschritten. Die Schwelle lag bei 103 Corona-Intensivbetten. Die neue Stufe sieht vor, dass 127 Intensivbetten für schwere Corona-Fälle reserviert sind. Es wurden auch Not-Intensivbetten in mehreren Spitälern wie im Salzkammergut oder in Wels eingerichtet.

Aus diesem Grund müssen auch erneut Operationen abgesagt werden, wie die Gesundheitsholding gegenüber dem "Standard" bestätigt. Durch die kritische Corona-Situation stehen weniger Intensivbetten für die Versorgung von anderen Patienten zur Verfügung. Außerdem muss mehr Personal für die Versorgung von Corona-Patienten abgestellt werden. Auch OP-Säle müssen in Folge der Entwicklung gesperrt werden.

Betroffen vom Aufschub sind Patienten, die auf ihre geplanten und nicht unmittelbar lebensnotwendigen Operationen warten. Verschoben werden auch Eingriffe im Bereich HNO, Gynäkologie, Orthopädie oder plastische Chirurgie.

Linz für strengere Maßnahmen

Aufgrund der angespannten Situation appellierte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) am Mittwoch an Land und Bund, strengere Maßnahmen zu setzen. Lockdown und Distance-Learning seien nicht mehr vermeidbar, hieß es in einer Presseaussendung. 

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger rechnet mit einem österreichweiten Lockdown, wie er im PULS 24 Interview sagt.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) schloss weitere Maßnahmen nicht aus. Er ließ wissen: "Sollten die strengeren Schutzmaßnahmen nicht entsprechend greifen, sind weitere Maßnahmen nicht auszuschließen." Die Gesundheit der Menschen habe oberste Priorität. "Das Wichtigste ist jetzt, unsere Gesundheitsversorgung sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern vor einer Überlastung zu schützen."

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb