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Britischer Forscher: Zweifel an AstraZeneca hat Hunderttausende getötet

07. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein britischer Wissenschaftler kritisiert, dass die Zweifel der Experten und Politiker nicht nur den Ruf des Corona-Impfstoffs AstraZeneca nachhaltig geschädigt habe, sondern auch "hunderttausende" Menschen getötet habe.

Durch den schlechten Ruf des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca hätten Wissenschaftler und Politiker "wahrscheinlich Hunderttausende von Menschen getötet", so der Vorwurf des britischen Wissenschaftlers John Bell, der an der Entwicklung des Vakzins mitgearbeitet hat.

"Ruf international geschädigt"

Dass der Impfstoff mit Blutgerinnsel in Verbindung gebracht wurde, veranlasste einige Länder, darunter etwa Deutschland und Frankreich, den Einsatz des Vakzins zu stoppen. Dadurch habe das Vakzin auch bei den Booster-Programmen kaum eine Rolle gespielt, wie der "Guardian" berichtet.

Bell kritisiert in einer Dokumentation des BBCs, dass dadurch das Image von AstraZeneca massiv international beschädigt wurde. Zusätzlich habe es nicht "die Beziehungen zu Europa erleichtert, dass er (der Impfstoff Anm.) als britischer Impfstoff beworben wurde", wird Bell im "Guardian" zitiert.

Sorge über Blutgerinnsel

Berichte über Blutgerinnsel als mögliche Folge einer Impfung mit dem Präparat hatten eine Diskussion über die Sicherheit entfacht. Dadurch setzten 2021 mehrere Länder die Impfung mit AstraZeneca aus. Österreich hielt an der Empfehlung des nationalen Impfgremiums fest und verimpfte das Vakzin weiter. Im Juni 2021 lies dann auch Österreich die Impfung mit diesem Impfstoff auslaufen. Grund dafür seien Lieferschwierigkeiten des britisch-schwedischen Pharma-Konzerns gegenüber der EU gewesen.

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Angela PerkonigQuelle: Agenturen / Redaktion / pea