Wiener-Naschmarkt-Gastronom: Haben "Reservierungen von 40 bis 50 Leuten" für 19. Mai

10. Mai 2021 · Lesedauer 3 min

Die Bundesregierung hat am Montag die Details für die bundesweiten Öffnungen am 19. Mai präsentiert. Die Gastronomie wird damit Mitte Mai nach sechseinhalb Monaten Stillstand wieder öffnen. Der Chef des Wiener Lokals "Orient Occident" freut sich über die Öffnungen, auch wenn die Auflagen hart sind.

Muhammed Kilicdagi, Chef des Lokals "Orient Occident" am Wiener Naschmarkt, ist die Freude über die bevorstehende Öffnung der Gastronomie im PULS 24 Interview anzusehen. "Die Vorfreude ist groß, auch beim Personal", sagt Kilicdagi. Die Auflagen der Regierung seien "hart, aber die werden wir auch gut einhalten können", zeigt sich der Gastronom zuversichtlich.

Die Regelung, dass zwischen den Tischen zwei Meter Abstand herrschen muss, würde dazu führen, dass 30 Prozent der Tische wegfallen, führt Kilicdagi aus. Dennoch sei das besser, "als gar keine Tische". Auch die Kontrolle der Eintrittsberechtigungen der Gäste werde in Stresssituationen schwierig werden. Er sei aber "guter Dinge", dass sich diese Auflagen umsetzen lassen werden. Er selbst werde während den Öffnungszeiten in seinem Lokal sein und die Eintrittstests kontrollieren.

Bereits "Reservierungen von 40 bis 50 Leuten für ersten Tag"

Derzeit sei man im "Orient Occident" noch mit den Vorbereitungen beschäftigt, sagt der Gastronom. Sein Ziel ist es, die ersten beiden Wochen gut zu überstehen, da er in dieser Zeit mit viel Andrang rechnet. Er habe bereits "Reservierungen von 40 bis 50 Leuten für den ersten Tag" erhalten.

Personen, die trotz fehlenden Eintrittstests bewirtet werden wollen, werde es sicherlich geben, meint Kilicdagi gegenüber PULS 24 Chronik Chefreporterin Magdalena Punz. Aber "am Naschmarkt kennen wir diese Leute eh", sagt er. Er und sein Personal werden versuchen solche Situationen diplomatisch zu lösen. 

Zweimal wöchentlich Mitarbeitertests

Trotz der Freude über die bevorstehende Öffnung gehe die Sicherheit der Mitarbeiter vor. Das Personal müsse sich zweimal die Woche testen lassen und das Ergebnis der Geschäftsführung vorweisen, sagt Kilicdagi. Der Mund-Nasen-Schutz sei "sowieso Pflicht" für seine Mitarbeiter. 

Gewünscht hätte sich der Wirt, dass die Regierung mehr Abstand zwischen der finalen Verkündung der Öffnungen und dem Öffnungstag gelassen hätte. Dies spiele aber nur eine untergeordnete Rolle. "Sechseinhalb Monate zu, mehr brauche ich nicht zu sagen", fasst es der Gastronom zusammen.

Tourismus erwartet bis zu 60 Prozent Auslastung

Auch Herbert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH, steht den Öffnungsschritten optimistisch gegenüber, wie er im PULS 24 Interview erklärt. Für ihn sind die Öffnungsschritte eine "Basis, mit der man gut arbeiten kann". Er glaubt, dass nun in die Urlaubsbuchungen "mehr Bewegung reinkommt". Bis jetzt sei die Nachfrage nach einem Urlaub am Land hoch. Brugger geht aber davon aus, dass mit der Rücknahme der Einreisebestimmungen auch im Städtetourismus die Buchungen zunehmen werden. Er rechnet generell mit einer Buchungs-Auslastung von 50 bis 60 Prozent im Juli und August. Sollte die Durchimpfung fortschreiten, könne man laut dem Tourismus-Geschäftsführer im Herbst mit einer Auslastung von 30 bis 50 Prozent rechnen.

Öffnungsplan ist "Basis, mit der man gut arbeiten kann"

Herbert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH, spricht im PULS 24 Interview über die Öffnungsschritte im Mai und den Sommertourismus.

Quelle: Redaktion / apb