APA/dpa/Christoph Reichwein

Gläubiger segnen Insovlenzplan für Galeria ab

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Die Gläubigerversammlung hat dem Insolvenzplan für den angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria - zu dem Kaufhof und Karstadt gehören - zugestimmt. Die Kaufhauskette gehörte zum Signa-Imperium von René Benko. Mit dessen Pleite kam auch Galeria abermals ins Trudeln.

Im Jahr 2015 sicherte sich René Benko die Kaufhauskette für die Signa. Die Insolvenzen mehrerer Signa-Gesellschaften hatten auch Galeria wieder in die Schieflage gebracht. Am Dienstag fand deshalb in Essen eine nichtöffentliche Gläubigerversammlung mit rund 60 Teilnehmern statt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Darunter waren auch Mitarbeiter und Anwälte des Unternehmens.

Dort stimmten die Gläubiger dem Insolvenzplan für Galeria zu. Sie verzichten damit zum dritten Mal in kurzer Zeit auf viele Millionen Euro. Das teilte der Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus nach der Abstimmung mit, wie die FAZ berichtet. Die Alternative wäre allerdings die Zerschlagung des letzten deutschen Warenhauskonzerns und ein Totalverlust aller Forderungen gewesen.

16 Filialen schließen, 1.400 verlieren Job

Bis Ende August sollen nun 16 der noch verbliebenen 92 Kaufhausfilialen schließen. Von den noch rund 12.800 Mitarbeitern verlieren 1.400 ihren Arbeitsplatz. Wer gekündigt wird, bekommt demnach eine Abfindung, die bei 7.500 Euro gedeckelt ist.

Schon in den vergangenen Insolvenzen der letzten drei Jahre wurden zahlreiche Warenhäuser mit dem Karstadt- oder Kaufhof-Logo dichtgemacht, Tausende Mitarbeiter mussten gehen. Innerhalb der letzten zehn Jahre wurden bei Karstadt und Kaufhof mehr als 20.000 Stellen abgebaut.

Signa-Gründer Benko vor Innsbrucker Gericht

ribbon Zusammenfassung
  • Die Gläubigerversammlung hat dem Insolvenzplan für den angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria - zu dem Kaufhof und Karstadt gehören - zugestimmt.
  • Die Kaufhauskette gehörte seit 2015 zum Signa-Imperium von René Benko. Mit dessen Pleite kam auch Galeria abermals ins Trudeln.
  • Bis Ende August sollen nun 16 der noch verbliebenen 92 Warenhausfilialen schließen. Von den noch rund 12.800 Mitarbeitern verlieren 1.400 ihren Arbeitsplatz.
  • Wer gekündigt wird, bekommt demnach eine Abfindung, die bei 7.500 Euro gedeckelt ist.
  • Innerhalb der letzten zehn Jahre wurden bei Karstadt und Kaufhof mehr als 20.000 Stellen abgebaut.