Ratzenberger über Après-Ski: "Betrug des Westens Österreichs, den der Osten ausbaden muss"

25. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Sprecher der Nachtgastronomen Stefan Ratzenberger macht im PULS 24 Interview seinem Ärger über die illegalen Après-Ski-Partys in Tirol Luft. Diese seien eine "Ohrfeige für die ganze Branche".

Ausgelassene Après-Ski-Partys ohne Einhaltung der Corona-Regeln, wie sie zuletzt in Handyvideos aus Kitzbühel zu sehen waren, sorgen bei den Nachtgastronomen im Osten Österreichs für reichlich Ärger. Diesem Ärger machte Stefan Ratzenberger, Sprecher der Nachtgastronomen im PULS 24 Interview am Dienstag Luft.

Dass "einzelne schwarze Schafe" unter den Gastronomen die Regeln derart missachten, sei "eine Ohrfeige für die ganze Branche", die sich an die Regeln halte, meint Ratzenberger. Aber das Problem liege nicht nur bei einzelnen Gastronomen, sondern bei den politischen Verantwortlichen in Westösterreich.

"Ich bin tief enttäuscht von der Tiroler Landesregierung und zum Beispiel auch dem Kitzbüheler Bürgermeister und anderen Verantwortungsträgern, die zwar immer schöne Worte finden, aber es passiert gar nichts", so Ratzenberger. Und er meint weiter: "Das ist wirklich ein Betrug des Westens Österreichs, den der Osten ausbaden muss. Eine Sauerei, um es auf den Punkt zu bringen."

Manfred Pfister vom Zillertaler Tourismusverband spricht im Interview mit PULS 24 über die bisherige Skisaison.

Behörden sollen "rigoros durchgreifen"

"Der Großteil der Gäste und auch der Betriebe hält sich an die Maßnahmen", versichert auch Manfred Pfister vom Zillertaler Tourismusverband. "Leider gibt es immer schwarze Schafe, aber die muss man dann zur Ordnung rufen", sagt er im PULS 24 Interview. Er zähle hier auch auf die Polizei, die bei Übertretungen "rigoros" durchgreifen soll.

Trotzdem zeige sich, dass viele Gäste Urlaub machen wollen – "auch mit Beschränkungen", meint der Tourismusvertreter. Das Buchungsvolumen sei nach dem Dezember-Lockdown nur langsam gestiegen. Über die Weihnachtsferien betrug die Auslastung laut Fiedler im Zillertal 75 Prozent des Niveaus von 2019.

Schwierig wurde es für die Branche, als Österreich wieder auf der deutschen Liste der Hochrisikogebiete gesetzt wurde. "Wir haben 60 Prozent Marktanteil von Deutschland. Das heißt, das trifft uns natürlich vehement", so Pfister. Auch die Sperrstunde bis 23 Uhr treffe die Branche hart und sorgte bisher "für starke Umsatzeinschränkungen".

Für Februar rechnet Pfister dennoch mit einer "besseren Auslastung". Zudem geht er davon aus, dass die Wintersaison 2023 "wieder halbwegs normal" stattfinden wird.

Stephan Hofer, Angela PerkonigQuelle: Redaktion / hos,pea