APA/ROLAND SCHLAGER

OMV will Treibstoff zukaufen, um Versorgung sicherzustellen

10. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Beim Unfall vergangene Woche wurde die OMV-Hauptdestillationsanlage in Schwechat beschädigt. Um die Versorgung mit Treibstoffen in Österreich gewährleisten zu können, soll der Ausfall durch die anderen Raffinerien des Konzerns kompensiert werden. In einer kleinen Rohöldestillation soll die Kapazität hochgefahren werden, außerdem organisiere man Zukäufe.

Die anderen Raffinerien des Konzerns in Burghausen (Süddeutschland) und Petrobrazi (Rumänien) sollen den Standort Schwechat mit Einsatzstoffen versorgen und größere Mengen Treibstoff an den österreichischen Markt liefern.

Sämtliches in Österreich produziertes Rohöl könne weiterhin uneingeschränkt verarbeitet werden, indem die Produktionskapazitäten einer kleineren Rohöldestillation ausgeschöpft werden, hieß es von der OMV. Außerdem prüfe das Unternehmen derzeit, ob die Produktionskapazitäten in Schwechat durch kurzfristige Anpassungen erhöht werden kann.

Wien-Schwechat: Flugbenzin wird knapp

Zukäufe in Planung

Darüber hinaus fehlende Mengen will die OMV zukaufen, dazu sei man bereits mit Logistikpartnern in Abstimmung. Der Unfall werde derzeit untersucht, wie lange die Reparatur der Anlage dauern wird, sei noch nicht abschätzbar. Die Freigabe der Treibstoff-Reserven durch den Staat begrüßte die OMV.

Der Unfall hatte zuletzt auch zu Engpässen bei der Versorgung mit Kerosin am Flughafen Wien geführt. Der Flughafen habe die Fluglinien darüber informiert und sie gebeten, wenn möglich, je nach Flugroute, anderwertig zu tanken, "um mit Reserven sparsam umzugehen", sagte ein OMV-Sprecher am Donnerstag. Auswirkungen auf den Flugbetrieb gebe es aber keine.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam