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Inflation im November bei 10,6 Prozent

30. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Im November ist die Inflation im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken.

Die starke Inflation in Österreich hat sich im November wegen niedrigerer Energiepreise wohl leicht abgeschwächt. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria dürfte die Inflationsrate im November auf 10,6 Prozent gesunken sein. "Ein Grund dafür ist, dass sich der Preisauftrieb bei den wichtigsten Inflationstreibern Haushaltsenergie und Treibstoffe etwas abschwächt", teilten die Statistiker am Mittwoch mit.

Gegenüber dem Vormonat steigt das Preisniveau voraussichtlich um 0,3 Prozent. Im Oktober waren die Preise noch um 11 Prozent höher als vor einem Jahr. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) dürfte laut vorläufiger Schätzung gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,1 Prozent gestiegen sein. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau laut HVPI um 0,1 Prozent. Die endgültigen Zahlen werden am 16. Dezember bekanntgegeben.

Strompreisbremse soll Inflation ab 2023 dämpfen

Im Dezember soll die Inflationsrate durch die Strompreisbremse weiter gedämpft werden, weil dadurch der Beitrag der Haushaltsenergie zur Teuerung verringert wird, sagte Wifo-Experte Josef Baumgartner im "Ö1"-Mittagsjournal. Die volle Wirkung der Strompreisbremse, die am Donnerstag in Kraft tritt, erwartet Baumgartner im Jänner und Februar. Allerdings erhöhten die hohen Lohnabschlüsse die Inflation wiederum, weil die Unternehmen diese Kosten möglichst weitergeben. In Gaststätten, Restaurants, im Fremdenverkehr und in der Hotellerie dürften die Preise vor der Wintersaison also noch weiter steigen, schätzt der Wifo-Experte.

Im EU-Raum bei 10 Prozent

Laut dem Statistikamt Eurostat soll die Inflation auf 10,0 Prozent zurückgegangen sein. Im Vormonat waren es 10,6 Prozent. Gehe es nach der Europäischen Zentralbank (EZB), dann sollte die Inflation zwei Prozent betragen. Um der Teuerung entgegen zu wirken, hat die EZB den Schlüsselzinssatz in drei Schritten um insgesamt zwei Prozent erhöht. Mit der nächsten Erhöhung wird am 15. Dezember gerechnet. 

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Quelle: Agenturen / frn