Friseurinnungsmeister Eder: "Lieber wär' mir keine 3G-Regel"

08. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Friseurinnungsmeister Wolfang Eder freut sich zwar über den Wegfall der 2G-Pflicht, hofft aber schon auf weitere Lockerungen im Sommer. Die Ansteckungsgefahr in den Salons sei gering.

Ab 12. Februar dürfen sich auch Ungeimpfte wieder die Haare schneiden lassen, die 2G-Regel fällt, zum Frisör darf man wieder mit Test und FFP2-Maske.

Frisör-Innungsmeister Wolfgang Eder freut sich im PULS 24 Interview über den Erfolg nach "harten Verhandlungen" von Seiten der Wirtschaftskammer Österreich. Gewünscht gewesen wäre, dass Frisöre mit dem Handel gleichgesetzt werden. Stattdessen dürfen sich die körpernahen Dienstleister unter 3G-Auflagen (geimpft, genesen, getestet) und Maskenpflicht wieder um Kunden kümmern.

Hoffnung auf weitere Lockerungen im Sommer

Dass weiter Masken getragen werden müssen, freut Eder, sei das doch der beste Schutz vor Ansteckung. "Lieber wär' mir keine 3G-Regel und nur die Maskenpflicht", so der Frisör-Innungsmeister. Als erster Schritt wäre aber auch das in Ordnung. Man müsse aber schon an den Sommer denken, von dem sich Eder weitere Maßnahmen-Lockerungen erhofft.

Es gebe keine Cluster in Friseur-Salons, erkrankte Mitarbeiter hätten sich zum Großteil in der Freizeit oder zuhause angesteckt, relativiert Eder das Ansteckungsrisiko. Man arbeite außerdem von der Seite oder hinter dem Kunden, der direkte Kontakt halte sich also auch in Grenzen. Durch Omikron komme es aber schon zu Ausfällen bei den Mitarbeitern. Frisörbetriebe mit mehreren Filialen würde weniger frequentierte schließen, um die gesunden Mitarbeiter in besser gehenden Standorten einzusetzen.

Bis zu 30 Prozent weniger Kunden

Der Jänner sei für die Frisöre ein sehr schlechter Monat gewesen, klagt der Innungschef. Er spricht von 20 bis 30 Prozent weniger Umsatz als im gleichen Monat 2019. "Das sind ziemlich genau die, die nicht geimpft sind."

Aktuell würden Förderungen wie Kurzarbeit und Verlustersatz noch gelten, letzterer werde aber erst bei einem Umsatzausfall von 40 Prozent schlagend. Für November und Dezember konnte der auf 30 Prozent reduziert werden. Eder hofft, dass das verlängert wird.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam