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Hörl zur Energiekrise: Seilbahnen first!

05. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Prioritäten setzten, das hat sich wohl ÖVP-Tourismussprecher Franz Hörl gedacht. In Sachen Versorgungs- und Energiekrise steht für den Tiroler fest, die Seilbahnen werden weiterfahren.

Am Wochenende redete Hörl bei der Eröffnung einer neuen Seilbahn in St. Gallenkirch im Vorarlberger Montafon. Er äußerte sich dort wie folgt: "Und wenn heute in Wien die Frage gestellt wird: Seilbahnen und Schneeanlagen, ob das sicherheitsrelevante Einrichtungen sind, die auch versorgt werden müssen im Herbst, dann sagen ich denen: 'Freunde, ich schau nicht zu, wie das Wasser hier an mir vorbeirinnt und Strom für die Stadt produziert wird, und wir sitzen im Trockenen.' Dann werden wir uns auch zu wehren wissen."

Ein entsprechender Ausschnitt wurde von der ehemaligen Skirennläuferin und Aktivistin Nicola Werdenigg auf dem sozialen Netzwerk Twitter veröffentlicht.

Strom soll regional bleiben

Da sich in der Nähe der Valisera-Bahn Wasserkraftwerke befinden, welche in der Region Strom erzeugen, zeigt sich der ÖVP-Nationalratsabgeordnete hart. "Den werden wir zuerst hier verwenden, und zwar zu einem vernünftigen Preis.", ruft er laut in die Menge.

Kontroverser Politiker 

Hörl, im Privatleben auch Geschäftsführer des Schilift-Zentrum-Gerlos sowie Obmann des Fachverbands der Seilbahnwirtschaft, äußerte sich bereits während der Covid-19-Pandemie mehrfach kontrovers. So setzte er Ausnahmen für Seilbahnen während der Lockdowns durch und war sich für harte Kritik am Koalitionspartner nicht zu schade. Die Grünen zeichnet laut Hörl "Ignoranz" und "Wirtschaftsfeindlichkeit" aus – oder, dass der ehemalige Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein "Schäden" verursache.

Jan ForoboskoQuelle: Redaktion / foj