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E-Control: Weiterhin konstante Lieferungen auf Ukraine-Route

12. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Österreichs Versorgungssicherheit beim Gas sei gewährleistet, meint Carola Millgramm von der Regulierungsbehörde E-Control. Die Lage sei nicht bedrohlich, aber dennoch angespannt.

Entscheidend sei vor allem, dass die "Ukraine-Route nach wie vor stabile Gasflüsse aufweist", meint Carola Millgramm, Leiterin der Gas-Abteilung der E-Control im "Ö1 Morgenjournal". Man beobachte "weiterhin konstante Lieferung".

Weitere Kapazitäten nutzbar

Gazprom habe auf der Ukraine-Route zudem mehr Kapazität gebucht als derzeit genutzt werde. Aufgrund der Wartung von Nord Stream 1 erfolge auf dieser Route derzeit der Großteil der Gaslieferungen nach Österreich, so die E-Control.

Trotz insgesamt geringer Liefermengen am Montag sei die Gas-Versorgung gesichert gewesen und zusätzlich Gas eingespeichert worden. Das sei vor allem auf den geringen Gesamtverbrauch im Sommer zurückzuführen. Wie es nach der Wartung weitergehen wird, sei aber unklar, so Millgramm weiter.

Einspeicherziel erreichbar

Die E-Control sieht trotz der derzeitigen Wartungsarbeiten und dem damit verbundenen ausbleibenden Gaslieferungen von Nord Stream 1 das Einspeicherziel von 80 Prozent nicht gefährdet. Voraussetzung sei jedoch, dass "die übrigen Lieferwege das bisherige Niveau halten und vor allem die Nord Stream 1 nach den angekündigten zehn Tagen mit annähernd gleicher Kapazität wie in den vergangenen Wochen wieder in Betrieb geht", so die E-Control.

"Ohne russisches Erdgas" seien die 80 Prozent aber schwer zu erreichen, so E-Control-Chef Wolfgang Urbantschitsch gestern in der "ZIB2". Österreich müsse dann "sehr schnell zusätzliche Gasquellen erschließen, meint Urbantschitsch weiter.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp