Containerkrise: Abhängigkeit von China sorgt für höhere Elektronik-Preise

20. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Die Containerkrise durch einen Stau beim Frachthafen von Yantian in Südchina wirkt sich auch auf die Verbraucherpreise in Europa aus. Preissteigerungen werde es vor allem bei Elektronikartikeln geben, warnt China-Korrespondent Fabian Kretschmer.

Wegen eines Corona-Ausbruchs unter Hafenarbeitern im Hafen von Yantian in Südchina bildete sich wochenlang ein Stau bei Containerschiffen. Das belastet die Lieferketten auch vieler europäischer Unternehmen.

Während die Möbelhandelskette Ikea etwa die ihr Sortiment verkleinert, dürften etwa Elektronikgeräte im Preis deutlich ansteigen. Das prognostiziert auch China-Korrespondent Fabian Kretschmer im PULS 24 Interview.

Elektronik sei besonders betroffen, weil zu den Lieferengpässen auch die seit der Corona-Pandemie gestiegene Nachfrage hinzukomme, so Kretschmer. Aber auch in anderen Branchen werde es zu Lieferengpässen und Preissteigerungen kommen.

Der ursprüngliche Stau sei inzwischen bereits aufgelöst, so Kretschmer, aber die Auswirkungen durch die Verzögerungen werden in Europa noch bis in die Weihnachtszeit spürbar sein - vor allem bei Lieferzeiten und Preisen. Hier zeige sich die wirtschaftliche Abhängigkeit Europas von China. "Allein die deutsche Wirtschaft ist massiv abhängig von China", sagt Kretschmer und meint damit nicht nur als Zulieferer sodnern auch als Absatzmarkt.

Chinesische No-Covid-Strategie

China verfolgt eine strenge No-Covid-Strategie. Bei Corona-Ausbrüchen gibt es unverzüglich strenge Lockdowns und Isolation. Damti sei China bisher gesundheitspolitisch und wirtschaftlich zwar gut gefahren, so Kretschmer, der Preis dafür sei - etwa was persönliche Freiheit angeht - auch sehr hoch. Überwachung sei allgegenwärtig.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos