ROBERT JAEGER / APA

Casinos Austria beschließen Sparpaket - 500 Stellen betroffen

08. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Der Aufsichtsrat der Casinos Austria AG hat am Mittwoch ein Sparpaket beschlossen. Im Zuge dessen sollen 500 Jobs gestrichen werden.

In einer außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Casinos Austria AG (Casag) ein Sparpaket beschlossen. Das Restrukturierungskonzepts namens "ReFIT" sieht unter anderem den Abbau von 500 Mitarbeitern, Gehaltseinbußen sowie die Redimensionierung von schlecht laufenden Kasinos vor. In Österreich gibt es insgesamt zwölf Kasinos. Das vom Vorstand in Zusammenarbeit mit McKinsey erstellte Restrukturierungskonzept sieht auch den Aufbau einer neuen Konzernstruktur vor.

Casinos Austria bauen 500 Jobs ab

Auch wenn die finalen Zahlen zum Stellenabbau am Mittwoch nach dem Sonder-Aufsichtsrat noch nicht offiziell genannt wurden, so werden rund 500 Jobs gestrichen werden. Das geht aus einer Mitteilung der Casinos Austria von Mittwochnachmittag hervor. Darin sagt der CEO des Casinos-Hauptanteilseigners Sazka, Robert Chvatal, dass "1.200 Arbeitsplätze gerettet werden". Die Casinos haben im Inland derzeit noch rund 1.700 Vollzeitstellen. Nur bei einer erfolgreichen Umsetzung des Sparpakets bleiben alle derzeitigen 12 Inlandsstandorte der Casag erhalten, hieß es weiter.

Kasinos und Lotterien werden getrennt

Kasinos und Lotterien sollen künftig unabhängig und getrennt voneinander geführt werden. Durch die Trennung der gewinnbringenden Lotterien von den strauchelnden Kasinos sollen etwaige Verkäufe erleichtert werden. Die Lotterien gehören nach einem langen Aktionärsstreit mittlerweile mehrheitlich der tschechischen Sazka Group, die 55 Prozent hält. 

"ReFIT" sieht die Einsparung von insgesamt über 40 Millionen Euro durch die Reduktion von Sach- und Personalkosten in den Casinos Betrieben und in der Zentrale vor.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb