Qatar 2022 World CupAPA/AFP/Juan MABROMATA

Katarische Security attackiert dänisches TV-Team

16. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein TV-Team aus Dänemark wurde beim Dreh in Katar von lokalen Sicherheitskräfte bedrängt. Ein Journalist des Teams meinte, dass ihnen sogar mit der Zerstörung der Kamera gedroht wurde.

Der dänische Journalisten Rasmus Tantholdt und sein Team kamen in das WM-Austragungsland mit einer gültigen Akkreditierung und Drehgenehmigung. Bei einer Live-Reportage kamen lokalen Sicherheitskräfte auf die Männer zu und versuchen den Dreh zu behindern. In dem Video ist Tantholdt zu hören, wie er zu den Ordnungshütern sagt: "Sie haben die ganze Welt eingeladen, hierherzukommen, warum können wir hier nicht filmen? Es ist ein öffentlicher Platz." 

Einer der Sicherheitskräfte verdeckt das Bild mit seiner Hand. Die Journalist versucht den Sicherheitskräften zu erklären, dass sie durch ihre Akkreditierung und Drehgenehmigung "überall filmen" dürften. Einer der katarischen Männer habe wohl versucht den Dreh auf zerstörerische Art zu beenden. Man kann den "TV2"-Journalisten dabei hören, wie er sagt: "Du kannst die Kamera kaputtmachen, willst du sie kaputtmachen? Sie drohen uns, indem Sie die Kamera zerschlagen?" Tantholdt erklärt später auf Twitter, dass die Kamera ohne Schaden davongekommen sei.

WM-Organisator entschuldigt sich

Der WM-Organisator bestätigte den Vorfall und gab in einer Stellungnahme bekannt: "Den Turnierorganisatoren ist ein Vorfall bekannt, bei dem ein dänisches Sendeteam während einer Live-Übertragung in einem der Touristenziele von Katar versehentlich unterbrochen wurde. Nach Einsicht in die gültige Turnierakkreditierung und Drehgenehmigung der Crew erfolgte eine Entschuldigung durch den Sicherheitsdienst."

Der Däne ließ das Geschehen nicht unkommentiert und meinte, dass sich die Behörde in Katar daran gewöhnen müsste, dass Medien aus aller Welt ins Land kommen. Katar habe Angst, dass "Dinge ans Licht kommen", warf der Journalist dem WM-Gastgeberland vor. Seine Reisen in 110 Ländern auf der Welt hätten ihn gelehrt: "Je mehr schmutzige Wäsche man im Keller hat, die man nicht zeigen möchte, desto schwieriger wird es für uns Journalisten, zu berichten. Das erleben wir hier".

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Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz