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WM 2022: Die Top-Elf der Gruppenphase

02. Dez. 2022 · Lesedauer 6 min

Die Vorrunde der FIFA Weltmeisterschaft 2022 in Katar ist vorbei. Die PULS 24 – Experten Phillip Hajszan und Johnny Ertl haben den Spielern genau auf die Beine geschaut und die Elf besten Spieler der Gruppenphase ausgewählt.

Tor – Wojciech Szczesny (Polen)

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Die Polen stehen im Achtelfinale der WM, warum weiß aber keiner so genau. Die Leistungen waren nicht gerade bemerkenswert. Der Hauptgrund für das Weiterkommen dürfte wohl Wojciech Szczesny sein. Zwei wichtige Elfmeter konnte er in der Gruppenphase halten, darunter sogar einen von Lionel Messi. Insgesamt konnte er den Ball bei der WM-Vorrunde 17 Mal parieren. Der 32-Jährige, der unter anderem bereits Torhüter-Größen wie Cech oder Buffon auf die Bank setzte, bewies einmal mehr mit seinen Reflexen, dass er zu den besten Torhütern des Turniers gehört. 

Abwehr – Van Dijk (Niederlande)

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Van Dijk hat sich kürzlich harte Kritik von Ex-Profi Marco van Basten anhören müssen. Zu passives agieren und zu wenig Führungsqualitäten habe der 31-jährige Innenverteidiger. Trotzdem bekamen die Oranje in der Gruppenphase nur ein Tor. Nach wie vor strahlt der Routinier Sicherheit am Ball aus und kann zudem noch auf eine starke Zweikampquote zurückgreifen. Herausragend war die Leistung gegen Gruppenzweiten Senegal, wo fast gar kein Ball den Weg an Van Dijk vorbei fand.

Abwehr – Achraf Hakimi (Marokko)

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Der Star von PSG hat bewiesen, dass er auch ein Weltklasse-Verteidiger im Nationalteam ist. Erstens hat Marokko trotz einer starken Gruppe nur einen Gegentreffer kassiert, zweitens ist Hakimi sowohl defensiv als auch offensiv der Dreh- und Angelpunkt der marokkanischen Mannschaft. Läuferisch zeigt sich der Verteidiger unermüdlich und zudem noch blitzschnell. Im letzten Gruppenspiel konnte er sogar mit einer Vorlage zum Sieg seiner Mannschaft beisteuern.

Abwehr – Maya Yoshida (Japan)

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Für Japans Nationalmannschafts-Kapitän Maya Yoshida war das letzte Gruppenspiel gegen Spanien das wichtigste seiner Karriere. Mit 125 Nationalteameinsätzen zeigte der Routinier mit Japan, wie weit man mit der richtigen Mentalität auch als vermeintlicher Underdog kommen kann. In einer Gruppe mit Deutschland und Spanien gehen die Japaner schlussendlich sogar als Gruppensieger hervor. Der Innenverteidiger steht mit seinen starken Leistungen stellvertretend für die ganze japanische Teamleistung im Team der Gruppenphase.

Abwehr – Kalidou Koulibaly (Senegal)

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Kalidou Koulibaly sank auf die Knie, Trainer Aliou Cissé stürzte sich hinein in die nächstbeste Jubeltraube - und bei den dauertrommelnden Fans auf der Tribüne herrschte pure Ekstase. Mit dem 2:1 Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador krönte der 31-Jährige seine starke Leistung bei der Weltmeisterschaft in Katar. Ohne den verletzten Stürmerstar Sadio Mané schaffte Senegal den Aufstieg in das Achtelfinale. In der Defensive gab es dank gutem Stellungsspiel und hartem aber fairem Zweikampfverhalten kein Vorbeikommen an dem Innenverteidiger, der zusammen mit Innenverteidiger-Kollege Diallo wenig anbrennen ließ.

Mittelfeld – Bruno Fernandes (Portugal)

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Er arbeitet unermüdlich im Mittelfeld. Im ersten Gruppenspiel gegen Ghana zeigte der Star von Manchester United vor allem in der zweiten Halbzeit seine Qualität und lieferte zwei Vorlagen für die Tore von Joao Felix und Rafael Leao. Im zweiten Spiel gegen Uruguay erwies er sich dann als Held, indem er mit zwei Toren sicherstellte, dass seine Mannschaft bereits nach dem zweiten Vorrundenspiel das Ticket für die K.-o.-Runde sicherte. Außerdem erhielt der Portugiese bereits zwei "Man of the Match" Auszeichnungen. Nachdem Fernandes zunächst Schwierigkeiten hatte, seine Vereinsform auf internationaler Ebene zu bestätigen, hat er in den letzten Spielen seinen Rhythmus gefunden und blüht rechtzeitig zur WM auf.

Mittelfeld- Casemiro (Brasilien)

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Casemiro war ein ausschlaggebender Faktor, warum Brasilien mit einem 2:0-Sieg über Serbien in die WM startete. Der Anker von Manchester United bot der Verteidigung seiner Mannschaft den dringend benötigten Rückhalt und bewies somit, warum er einer der besten defensiven Mittelfeldspieler der Welt ist. Im zweiten Spiel wurde der Brasilianer verdient zum "Man of the Match" gekürt, nachdem er mittels sehenswertem Dropkick seine Mannschaft zum wichtigen 1:0-Sieg gegen die Schweiz führte.

Mittelfeld – Jude Bellingham (England)

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Jude Bellingham erzielte das erste Tor beim 6:2 Auftaktsieg der Engländer gegen den Iran. Nur neun Spieler waren bei ihrem ersten WM-Treffer jünger als Englands Mittelfeld-Talent. Der 19-Jährige ist fixer Bestandteil des englischen Nationalteams und agiert als Dirigent im Mittelfeld. Seine Ballsicherheit, Tempodribblings und starken Passquoten tragen wesentlich zum Spielcharakter der Engländer bei. Der BVB ist daran interessiert, Bellingham zu halten, der Youngstar ist aber an einem Wechsel interessiert. Die Premier League-Elite und Real Madrid sind um ihn bemüht. Bevor er aber in seine Heimat zurückkehrt, gilt es zuerst den WM-Titel nachhause zu bringen.

Angriff – Richarlison (Brasilien)

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Er erzielte das bislang schönste Tor der WM. Nach halbhoher Flanke nahm der 25-Jährige einen halbhohen Pass mit dem linken Fuß an und setzte ihn nach einer Drehung um die eigene Achse per Seitfallzieher ins Tor der Serben. Es war sein zweites Tor beim 2:0 der Brasilianer in ihrem ersten Gruppenspiel bei dieser WM. Somit hat sich der Brasilianer für weitere Einsätze empfohlen, obwohl die Offensivbesatzung und somit die Konkurrenz in der Selecao wohl die stärkste bei der WM sein dürfte. Bis jetzt konnte er mit seinen starken Leistungen den Ausfall von Neymar gut kompensieren.

Angriff – Kylian Mbappe (Frankreich)

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Mbappe wurde seinen hohen Erwartungen gerecht. Mit seiner Schnelligkeit und unzähligen Dribblings, war Mbappe eine Gefahr für jede Verteidigung. Drei Tore und eine Vorlage verbucht der 23-Jährige in der Vorrunde der WM und kompensiert somit den Ausfall von Karim Benzema auserordentlich gut. Im Auftaktspiel Frankreichs gegen Australien lieferte er beim 4:1-Sieg des amtierenden Meisters seine wohl beste Leistung ab und wurde zurecht zum "Man of the Match" gewählt. Der Franzose von Paris Saint-German setzte seine Form fort und erzielte gegen Dänemark zwei Tore und führte seine Mannschaft dadurch frühzeitig ins Achtelfinale. Auch hier wurde er um "Man oft he Match" gekürt.

Angriff – Cody Gakpo (Niederlande)

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Mit links, mit rechts und mit dem Kopf – Der 23-jährige Cody Gakpo trifft in Katar wie er will. Und bei jeden seiner drei Treffer in der Vorrunde hat der Stürmer der PSV Eindhoven sein Team dabei in Führung geschossen. Gakpo ist für die Oranje Gold wert. "Cody hat alles, was es braucht, um ein Star zu werden", sagt Trainer Louis van Gaal, der ihn zentraler einsetzt und nicht auf seiner Stammposition, dem Flügel. Schnell, vielseitig, fleißig: Gakpo wird sicher nicht mehr lange in Eindhoven bleiben. Neben seinem Landsmann Erik ten Hag, Teammanager von Manchester United, soll auch Bayern München ein Auge auf den Shootingstar geworfen haben.

Honourable Mentions:

MacAllister (Argentinien), Rabiot (Frankreich), Ziyech (Marokko), T.Silva (Brasilien), Doan (Japan), Sommer (Schweiz)

Thomas GolavcnikQuelle: Redaktion