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WM 2022: Die großen Abwesenden

02. Nov. 2022 · Lesedauer 3 min

Die WM 2022 in Katar ist gespickt mit internationalen Topstars. Einige der besten Fußballer des Planeten müssen das Großereignis allerdings von der Ferne aus betrachten.

Erling Haaland (NOR)

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Bei Red Bull Salzburg, Borussia Dortmund und seit Sommer bei Manchester City hat der 22-Jährige stets für Furore gesorgt, mit Norwegens Nationalteam fehlt noch ein Highlight. Trotz der Tormaschine, damals noch in Diensten von Dortmund, landete Norwegen in der WM-Qualifikation hinter Niederlande und Türkei nur auf Rang drei. Auch bei der EURO im vergangenen Jahr hatten die Skandinavier gefehlt.

Mohamed Salah (EGY)

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Der Stürmerstar von Liverpool hat mit Ägypten das WM-Ticket denkbar knapp verpasst. Die "Pharaonen" scheiterten im afrikanischen Play-off-Rückspiel gegen Senegal im Elfmeterschießen, wobei auch der zweifache afrikanische Fußballer des Jahres seinen Versuch beim Stand von 0:0 verschoss. Salah war zumindest schon bei einer WM-Endrunde dabei, 2018 erzielte er beide Tore der Ägypter.

Gianluigi Donnarumma (ITA)

 

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"Disastro Italia", schrieb die "Gazzetta dello Sport", nachdem Italien zum zweiten Mal in Folge in der WM-Qualifikation gescheitert war. Donnarumma, der Italien im vergangenen Jahr als Kapitän zum EM-Titel geführt hatte und zum Welttorhüter 2021 gewählt worden war, schied mit der "Squadra Azzurra" im März blamabel aus: im Play-off-Halbfinale verlor Italien zu Hause gegen Nordmazedonien mit 0:1.

Paul Pogba und N'Golo Kanté (FRA)

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Das Duo war Motor und Lunge der "Equipe Tricolore" beim WM-Triumph 2018, bei der Titelverteidigung muss der französische Teamchef Didiers Deschamps sein gesamtes zentrales Mittelfeld aber neu aufstellen. Der 29-jährige Pogba (Juventus Turin) hat sich in der Saisonvorbereitung eine Meniskusverletzung zugezogen und wurde im September operiert. Der 31-jährige Kanté (Chelsea) hatte monatelang mit Verletzungen zu kämpfen, spielte in dieser Saison nur 175 Minuten musste sich schließlich im Oktober einer Operation am Oberschenkel unterziehen. Zwei Ausfälle, die Deschamps richtig schmerzen, auch wenn hochkarätige Ersatzleute zur Verfügung stehen.

Zlatan Ibrahimovic (SWE)

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Der schwedische Altstar ist gleich doppelt im sportlichen Abseits. Schweden schied im Play-off gegen Polen aus, zudem muss der 41-jährige Stürmer seit einer Kreuzbandoperation im Mai pausieren und wäre ohnehin nicht rechtzeitig fit geworden. Ibrahimovic, zuletzt für Milan aktiv, war extra für die Chance auf die WM-Teilnahme ins Nationalteam zurückgekehrt. Er will seine Karriere fortsetzen.

David Alaba (AUT)

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Österreichs Sportler des Jahres hat mit Real Madrid die spanische Meisterschaft und die Champions League gewonnen, das WM-Turnier als krönender Abschluss eines Jahres so reich an persönlichen Höhepunkten blieb dem Abwehrchef der "Königlichen" aber verwehrt. Österreich scheiterte im Play-off an Wales und trennte sich danach von Teamchef Franco Foda.

Sbornaja (RUS)

 

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Vor vier Jahren war Putins Russland noch der große Gastgeber der WM, seit dem im Februar begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist Russland aber auch im Sport zum Paria geworden. Russland hatte die Qualifikationsgruppe H nur einen Punkt hinter Vizeweltmeister Kroatien abgeschlossen und hätte im Play-off eine zweite Chance bekommen, doch die UEFA nahm die "Sbornaja" aus dem Rennen.

Quelle: Agenturen / mpa