APA - Austria Presse Agentur

Verwirrung um Australian Open: Ungeimpfte doch zugelassen?

25. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Ungeimpfte Tennisprofis könnten nun möglicherweise doch im Jänner zu den Australian Open zugelassen werden.

Allerdings wären die Auflagen streng: Australische Medien zitierten am Montag aus einem geleakten E-Mail des nationalen Verbandes Tennis Australia an die Spielerinnenvereinigung (WTA), wonach Profis ohne vollständigen Impfschutz zwar nach Melbourne einreisen dürften, aber danach zwei Wochen in strikte Hotel-Quarantäne müssten.

Geimpfte Profis bräuchten hingegen nur einen Corona-Test vor Abreise und einen innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft. Danach könnten sie sich frei bewegen. Der Sportminister des Bundesstaates Victoria, in dem Melbourne liegt, betonte allerdings kurze Zeit später, eine endgültige Entscheidung darüber, ob ungeimpfte Teilnehmer überhaupt einreisen dürften, sei noch nicht gefallen. Die Gespräche darüber mit der australischen Regierung dauerten noch an. "Wir erwarten, dass das erst in den nächsten Wochen entschieden wird", so Martin Pakula.

Debatten um Aussagen der Stars

Australische Spitzenpolitiker hatten zuletzt mehrmals betont, dass Ungeimpfte wahrscheinlich nicht am sportlichen Höhepunkt auf der Tennis-Tour zu Beginn der neuen Saison teilnehmen dürfen. Das Turnier soll vom 17. bis zum 30. Jänner stattfinden. "Ich glaube nicht, dass ein ungeimpfter Tennisspieler ein Visum bekommen wird, um in dieses Land zu reisen", hatte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, noch vor wenigen Tagen gesagt.

Für Debatten im Tennis über die Corona-Impfung sorgt insbesondere der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Der 34-jährige Serbe ist zwar von einer Corona-Infektion genesen, will aber nicht öffentlich machen, ob er gegen das Virus geimpft ist oder nicht. Das sei Privatsache, hatte Djokovic in einem Interview betont. Der nach einer Handgelenksverletzung rekonvaleszente Dominic Thiem hatte vor zwei Wochen erklärt, dass er nicht geimpft sei und auf einen bestimmten Impfstoff warte.

Quelle: Agenturen