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Tschofenig in Planica Dritter - Prevc gewinnt

Heute, 16:20 · Lesedauer 3 min

Domen Prevc hat am Freitag beim Weltcupfinale in Planica den vorletzten Einzelbewerb gewonnen. Der Slowene, der schon als Gesamtweltcupsieger feststeht, segelte auf 232,5 und 230,5 m und feierte seinen bereits 14. Saisonsieg. Daniel Tschofenig katapultierte sich dank eines 233,5-m-Fluges vom siebenten Platz noch auf das Podest, 27,9 Punkte hinter Prevc und 7,8 hinter dem zweitplatzierten Japaner Ren Nikaido. Im Skiflug-Weltcup führt Prevc nun 61 Punkte vor Stephan Embacher.

Letzterer riskierte im zweiten Durchgang viel, segelte auf 240 m hinunter und sorgte für einen ordentlichen Schreckmoment. Kurz vor der Landung riss es ihm den linken Ski wieder zum Körper, eine ordentliche Landung war nicht möglich. Der 20-jährige Tiroler fiel dabei auch auf den Kopf und überschlug sich mehrmals, konnte aber recht flott wieder aufstehen. Laut einer ersten ärztlichen Untersuchung hatte er Glück im Unglück und blieb unverletzt.

"Da hat mir das gestern mehr wehgetan", sagte Embacher im ORF in Bezug auf eine ebenfalls schmerzhafte Landung und bedauerte die verlorenen Punkte. "Brutal schade, weil der Sprung wäre brutal viel wert gewesen. Vom Gefühl her ist unten sehr viel Druck unter dem Ski gewesen, dann ist der linke Ski etwas rausgegangen." Embacher, der Tages-Elfter wurde, habe dann bewusst die Hände zum Kopf gegeben. "Gott sei Dank schau ich so viel MotoGP, da hab ich das gelernt", scherzte der Tiroler, der die letzten beiden Wettkämpfe (Team am Samstag und Einzel am Sonntag) bestreitet. Im Kampf um die Skiflug-Kugel rechnet sich Embacher nicht mehr sehr viel aus. "Rechnerisch geht es noch, aber ich glaub nicht dran."

Tschofenig war freilich sehr zufrieden mit seinem Podestplatz. "In Vikersund bin ich nicht einmal im zweiten Durchgang gewesen. Ganz verstehen tue ich den Sport nicht", sagte der Kärntner. Stefan Kraft landete auf Rang 14 unmittelbar vor Markus Müller. Manuel Fettner, der dieses Wochenende seine Karriere beendet, und Jonas Schuster landeten ex aequo auf dem 21. Rang. "Wir waren heute gleich gut oder schlecht", scherzte Fettner. Maximilian Ortner schaffte es als 27. ebenso noch in die Punkteränge.

Widhölzl setzt im Team auf Embacher

"Daniel hat einen coolen Wettkampf gemacht, Hut ab", konstatierte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl. Beim Sturz Embachers hat es Widhölzl auch kurz geschockt. "Das war ein Supersprung, dann hat es ihn bei der Landung verdreht. Das hat im ersten Moment blöd ausgeschaut, Gott sei Dank ist nichts passiert." Da sich Embacher fit fühlt, hat Widhölzl den in toller Form befindlichen Tiroler auch als Schlussspringer im Teambewerb am Samstag eingeplant. Tschofenig, Müller, Kraft und Embacher ("wenn alles passt") lautet seine Aufstellung.

Frauen-Weltrekord durch Nika Prevc

Das letzte Wort in der Skisprung-Familie Prevc hatte Domens Schwester Nika: Die Weltcupgesamtsiegerin segelte am Freitag im Training auf 242,5 m und flog damit nicht nur Tageshöchstweite, sondern verbesserte ihren eigenen Weltrekord vom März 2025 in Vikersund (236). Bruder Domen hält den Rekord bei den Männern, er war im Vorjahr in Planica auf 254,5 m gesegelt.

Zusammenfassung
  • Domen Prevc gewinnt beim Weltcupfinale in Planica mit Sprüngen auf 232,5 und 230,5 Meter seinen 14. Saisonsieg und baut die Führung im Skiflug-Weltcup auf 61 Punkte aus.
  • Daniel Tschofenig springt im zweiten Durchgang 233,5 Meter weit und landet mit 27,9 Punkten Rückstand auf Prevc auf dem dritten Platz.
  • Stephan Embacher stürzt nach einem 240-m-Sprung, bleibt laut erster ärztlicher Untersuchung unverletzt und startet als Schlussspringer im Teambewerb am Samstag.