APA/APA/GERT EGGENBERGER/GERT EGGENBERGER

Topduell Sturm gegen Red Bull Salzburg

29. Juli 2022 · Lesedauer 4 min

Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg ist bemessen an der Vorsaison das Beste, was die österreichische Fußball-Bundesliga derzeit zu bieten hat. Am Samstag (19.30 Uhr) kommt es in Graz zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Das 1:2 am 27. April war die bisher letzte Niederlage der "Bullen", die sich dafür revanchieren wollen. Zuvor (17.00 Uhr) treffen Altach und der Wolfsberger AC in Altach aufeinander. Gleichzeitig empfängt Ried den Aufsteiger Lustenau.

Für die Steirer ist das Match der Auftakt von heißen Wochen, in denen auch die Teilnahme an der Champions League auf dem Spiel steht. "Mit Samstag beginnt die intensive Phase, Topspiele und Topherausforderungen folgen. Es muss uns gelingen, unser maximales Potenzial abzurufen", mahnte Sturm-Trainer Christian Ilzer am Donnerstag. Nach Salzburg wartet am Mittwoch in der dritten Quali-Runde der Champions League der ukrainische Rekordmeister Dynamo Kiew auf Sturm. Abflug nach Lodz ist am Dienstag.

Salzburg hat auch nach dem x-ten Umbau der Mannschaft über den Sommer wieder schnell in den Rhythmus gefunden. Sei es im Cup oder in der Bundesliga, da wurde die Austria in der Vorwoche mit 3:0 bezwungen. Auch im freundschaftlichen Test gegen Liverpool gab es am Mittwoch mit einem knappen 1:0-Sieg ein Erfolgserlebnis. "Wir sind natürlich sehr froh über den erfolgreichen Start gegen die Austria, aber wir können das auch ganz gut einordnen. Einige Dinge haben wir schon sehr gut gemacht. Wir haben jedoch in manchen Bereichen auch noch Luft nach oben, sind noch nicht bei 100 Prozent", erklärte Trainer Matthias Jaissle.

Altach und der Wolfsberger AC wiederum sind in der ersten Runde der Fußball-Bundesliga ohne Sieg geblieben. Vor dem Duell am Samstag (17.00 Uhr) sticht eine Parallele ins Auge, ist doch da wie dort ein deutscher Trainer für die Geschicke verantwortlich. Denkwürdige Berührungspunkte während ihrer Schaffensphase im Nachbarland wollten Altachs Miroslav Klose und WAC-Coach Robin Dutt am Freitag allerdings nicht einfallen. "Vielleicht kann ich mich daran nicht erinnern", meinte Klose.

In der Vorwoche musste Altach eine 1:2-Niederlage gegen Hartberg einstecken, nun darf der DFB-Rekordtorschütze seine Elf erstmals in der Liga in der Cashpoint Arena auf den Rasen lassen. "Ich bin guter Dinge und sehr zuversichtlich", sagte der Weltmeister von 2014. Klose sprach von einer "sehr guten Trainingswoche. Deswegen haben wir viele Sachen ausprobiert und einstudiert und haben das letzte Spiel sehr ordentlich aufgearbeitet."

WAC-Trainer Dutt sieht seine Mannschaft nach dem Heim-1:1 gegen Sturm Graz nicht als Favorit. "In diesem Stadion gibt es keine großen Favoriten, außer vielleicht Salzburg. Alle andern müssen sich erst reinarbeiten in die Liga", sagte er. "Es ist ein schweres Auswärtsspiel, das auf Augenhöhe stattfinden wird, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns." Die ersten Schritte gegen Sturm seien "durchaus in Ordnung" gewesen. "Natürlich haben wir im Bereich Spiel nach vorne noch Steigerungsmöglichkeiten. Auch, was die Restverteidigung betrifft, muss noch was passieren."

Aufsteiger Lustenau will am Samstag seine "grandiose Geschichte" (Trainer Markus Mader) vom Saisonauftakt auch in der zweiten Runde der Fußball-Bundesliga fortschreiben. Der 2:1-Auftaktsieg über die WSG Tirol soll die Ländle-Truppe auch sechs Tage danach bei der SV Ried beflügeln. Ried wiederum tankte trotz der späten 0:1-Niederlage bei Rapid Selbstvertrauen.

"Es war extrem bitter. Auf diese Leistung können wir aber aufbauen", befand Christian Heinle, dessen Team in Hütteldorf erst durch das Tor von Bernhard Zimmermann in der 77. Minute "versenkt" wurde. "Wir müssen es noch schaffen, dass wir uns für die zahlreichen Möglichkeiten auch belohnen." Die Partie gegen Lustenau sei die Gelegenheit, den nächsten Schritt zu tun. "Wir sind jetzt noch nicht so weit, wie ich uns sehen will", gab Heinle an.

Er war sich bewusst, dass man es mit einem "topmotivierten Aufsteiger" zu tun bekommt. "Lustenau konnte das erste Spiel gewinnen und ist mit einer riesigen Euphorie dabei. Sie spielen auch sehr mutig. Das Schlechteste wäre, wenn wir Lustenau unterschätzen würden. Wir tun das ohnehin bei keinem Gegner, aber ganz schlecht wäre das jetzt bei einem Aufsteiger." Verkraften müssen die Rieder jedenfalls den langen Ausfall von Nikola Stosic (Kreuzbandriss), der wie nach seinem Ausfall in der 16. Minute wohl wieder vom 22-jährigen Deutschen Michael Martin vertreten werden wird.

Quelle: Agenturen