APA - Austria Presse Agentur

Tiger Woods raste bei Autounfall mit 140 durch 70er-Zone

07. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

US-Golfstar Tiger Woods ist bei seinem schweren Autounfall Ende Februar in Kalifornien fast doppelt so schnell wie erlaubt gefahren.

Woods raste mit seinem SUV Ende Februar mit bis zu 87 Meilen pro Stunde (140 km/h) über die kurvige Straße in Los Angeles, sagte der Sheriff des Bezirks, Alex Villanueva, am Mittwoch. In dem Gebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Meilen pro Stunde, also rund 72 Stundenkilometer.

"Die Hauptursache für diesen Verkehrsunfall war eine Geschwindigkeit, die für die Straßenverhältnisse unsicher war, und ein Unvermögen, die Kurve zu meistern", sagte Villanueva. Den Behörden zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass der 45-Jährige zum Unfallzeitpunkt abgelenkt war.

Kein Alkohol- oder Drogentest

Der Polizist James Powers sagte, möglicherweise habe Woods versehentlich auf das Gaspedal gedrückt, als er eigentlich habe bremsen wollen. Die Polizei überprüfte bei ihren Ermittlungen weder Woods' Handy noch seine Blutwerte, wie Powers sagte. Grund sei, dass es keine Hinweise auf eine Einschränkung von Woods' Fahrvermögen oder Alkohol- oder Drogenkonsum gegeben habe. Der Sportler selbst erinnert sich nach eigenen Angaben nicht an den Ablauf des Unfalls.

Woods' SUV war Ende Februar in Ranchos Palos Verdes südlich von Los Angeles von der Straße abgekommen und hatte sich mehrfach überschlagen. Der Golfer erlitt opffene Trümmerbrüche am oberen und unteren Teil des Schien- und Wadenbeins, gab Woods Arzt Anish Mahajan nach dem Unfall bekannt. Weitere Knochenverletzungen im Fuß und Knöchel seien mit einer Kombination aus Schrauben und Pins stabilisiert worden. Der Golfer erholt sich derzeit in seinem Haus in Florida.

Der 45-Jährige ist einer der erfolgreichsten Golfspieler der Geschichte. Er gewann in seiner Karriere 15 Major-Turniere und plante im April ein Comeback. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam