APA - Austria Presse Agentur

Studie: Höheres Infektionsrisiko bei Männern wegen EM-Fußballschauen

08. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Gemeinsames Schauen der Fußball-Europameisterschaft könnte verantwortlich für einen höheren Corona-Anstieg bei Männern als bei Frauen in England sein. Das geht aus einer neuen Studie hervor.

Tests bei mehr als 47.000 Freiwilligen im größten britischen Landesteil hätten ergeben, dass Männer ein 30 Prozent höheres Risiko als Frauen hätten, sich zu infizieren, heißt es in der vorläufigen Studie, die vom Imperial College London durchgeführt wurde.

"Es könnte sein, dass das Fußballschauen dazu führt, dass Männer sozial aktiver sind als sonst", sagte Studienautor Steven Riley der BBC am Donnerstag. Der Bericht stellt zudem fest, dass derzeit eine "erhebliche dritte Infektionswelle" das Land treffe. Demnach hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zur vorigen Erhebung vor einem Monat vervierfacht. Infektionen seien in allen Altersgruppen unter 75 Jahren deutlich gestiegen, vor allem aber bei Kindern und Jugendlichen.

Auch Vervierfachung bei Geimpften

Auch bei Menschen, die beide Impfungen bekommen haben, habe sich die Zahl der Corona-Fälle vervierfacht. Für den Anstieg wird die hochansteckende Delta-Variante verantwortlich gemacht. Die britische Regierung will die Corona-Maßnahmen in England am 19. Juli vollständig aufheben.

"Obwohl die Impfstoffe einen guten Schutz vor Infektionen und schweren Krankheiten bieten, besteht für geimpfte Menschen immer noch das Risiko, an dem Virus zu erkranken und andere zu infizieren", sagte Riley. Deshalb sei es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich beide Dosen erhielten.

Quelle: Agenturen