Intersport/ Gregor Hartl

Studie: Handy und Fernsehen sind größte Bewegungskiller

23. Sept 2021 · Lesedauer 3 min

Der Intersport Sportreport 2021 zeigt, dass Sport gesund ist und den Charakter formt. Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Handy und Fernseher die größten Bewegungskiller sind und Corona den Fitnesszustand der Österreicher verschlechtert hat.

Ausreichend Bewegung ist wichtig. Das trifft zumindest für 98 Prozent der Studienteilnehmer des "Intersport Sportreport" zu. Neben dem gesundheitlichen Aspekt sehen über 80 Prozent der 1.000 Befragten Sport zudem als wichtigen Bestandteil für die Charakterbildung eines jungen Menschen bzw. als Ausgleich zum Stress im Alltag. 93 Prozent denken, dass man Sport viel über Gemeinschaft und Disziplin lernen kann. 

"Wir lesen aus diesen Ergebnissen einen klaren gesellschaftspolitischen Auftrag heraus. Es gibt immer weniger Vereine, der Sportunterricht ist bereits auf ein Minimum reduziert, während der Leistungsdruck immer mehr steigt. Da ist es umso wichtiger, dass die Eltern als Haupt-Bezugspersonen ihrer Kinder mit gutem Beispiel vorangehen", sagt Intersport-Geschäftsführer Thorsten Schmitz zu den Studienergebnissen.

Handy als Bewegungskiller

90 Prozent der befragten Österreicher schließen sich dieser Meinung an und finden, dass Kinder und Jugendliche sich nicht ausreichend bewegen. Hauptverantwortlich dafür sind für die meisten das Handy, der Fernseher und Co. (68%).

Zudem sind 28 % Prozent der Teilnehmer der Meinung, dass die fehlende Vorbildwirkung der Eltern eine Rolle spielt. Ex-Skifahrer Felix Neureuther, der sich mit seiner Stiftung dafür einsetzt Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren, sieht dringenden Handlungsbedarf: "Es kann nicht sein, dass unsere Kinder in Zukunft den ganzen Tag vor dem Computer oder dem Handy sitzen, lernen und Spiele zocken. Wir müssen dringend handeln, denn diese Entwicklung hat katastrophale Folgen für die nächste Generation!"

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Felix Neureuther setzt sich mit dem Programm "Beweg dich schlau" für mehr Bewegung bei Kindern in Schulen und Freizeit ein. 

Österreich als Sportler-Nation, Corona bremst

Der Sportreport kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass mehr als die Hälfte der Österreicher (54 %) mindestens zwei- bis viermal die Woche Sport betreibt. 24 Prozent betreiben zudem mehrmals pro Monat bis einmal die Woche Sport, während 22 Prozent sich nur einmal pro Monat oder seltener sportlich betätigen.

Die Corona-Pandemie wirkt sich dabei eher negativ auf den Fitnesszustand der Österreicher aus. Bei rund einem Drittel habe sich der Fitnesszustand verschlechtert, nur jeder Fünfte beurteilt seinen aktuellen körperlichen Zustand als "sehr gut".

Wie man mehr Menschen zu Sport und Bewegung animieren kann, wird auf jeden Fall ein brennendes Zukunftsthema werden. 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass durch mehr Bewegung Kosten im Gesundheitssystem eingespart werden können. Selbst 58 Prozent der Befragten, die maximal einmal pro Woche Sport betreiben, sind dieser Meinung.

Radfahren beliebteste Sportart

Bei den beliebtesten Sportarten der Österreicher landen Fußball (4%) und Skifahren (5%) nur auf den hinteren Plätzen. 35 Prozent gehen am häufigsten Radfahren, gefolgt von Schwimmen (24%) und Laufen (18%).

Maximilian PatakQuelle: Redaktion / mpa