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Stadlober/Unterweger jubeln im Teamsprint über Rang sechs

16. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Österreichs Langlauf-Elite hat am Donnerstag in den Teamsprint-Bewerben der olympischen Langlauf-Konkurrenzen von Zhangjiakou sehr gut abgeschnitten. Sowohl Teresa Stadlober/Lisa Unterweger als auch Michael Föttinger/Benjamin Moser schafften den Einzug ins Finale der Top Ten, in dem das Frauen-Duo sogar auf Endrang sechs kam und die Männer Zehnte wurden. Es siegte Deutschland vor Schweden bzw. Norwegen vor Finnland. Rang drei ging jeweils an das Russische Olympische Komitee.

Das ÖOC-Basisziel war unter jeweils 25 Paaren eben das Erreichen des Finales, und dann überraschten sich Stadlober und Unterweger selbst. "Den Finaleinzug haben wir so souverän geschafft und dann haben wir gesagt, wir können nur gewinnen", sagte Stadlober. "Und man sieht, im Finale ist alles möglich. Wir haben beide ein Mega-Rennen abgeliefert, wir haben beide ein Top-Material gehabt. Das Team hinter den Kulissen hat Mega-Arbeit geleistet."

Es sei ein Wahnsinnstag für den österreichischen Langlauf, so die Dritte des Skiathlons. Das Sahnehäubchen aus Sicht des rot-weiß-roten Duos war, die große Langlauf-Nation Norwegen (Achte) hinter sich zu lassen. Stadlober: "Mit dem hätten wir nicht gerechnet. Aber man sieht, auch große Nationen kämpfen einfach. Wir sind locker in das Rennen gegangen, haben gewusst, wir können nur gewinnen. Top 6 hat es noch nie gegeben im Damen-Langlauf."

Die 29-Jährige habe am Rennen einen Mega-Spaß gehabt, und letztlich auch Unterweger. Die Steirerin biss sich an Größen wie der Schwedin Jonna Sundling, der Finnin Krista Pärmäkoski oder der US-Amerikanerin Jessie Diggins fest, musste erst später abreißen lassen. Als Schlussläuferin brachte sie dann aber Rang sechs sicher ins Ziel.

Für Unterweger ist es der klar größte Erfolg ihrer Karriere. "Dass das so aufgeht heuer, das macht Lust auf mehr. Es ist mir bisher leider nicht so oft gelungen, mich (in Einzel-Sprints, Anm.) zu qualifizieren. Ich weiß aber, wenn ich weiterkomme, dass viel möglich ist. Frau gegen Frau - ich habe heute gezeigt, dass ich das kann. Wenn es mir gelingt, mich zu qualifizieren, ist einfach viel möglich."

Waren Stadlober/Unterweger als Dritte ihres Semifinales weitergekommen, schafften es Föttinger/Moser als Vierte. Das war jeweils der Fix-Aufstieg, zwei Plätze wurden noch über die Zeit vergeben. Im Finale war in der dritten von sechs 1,5-km-Runden die Luft draußen. "Wir haben uns ziemlich geschossen im Halbfinale, wir haben voll investieren müssen. Die Guten müssen da nicht so drübergehen wie wir", erläuterte Moser.

Dasa Positive sei die Qualifikation für das Finale, die Leistung von Stadlober/Unteweger habe zusätzlich motiviert. "Wir haben gewusst, die Ski passen super, es ist alles möglich: Das motiviert auf jeden Fall", gab Moser Einblick. "Wir haben uns sehr gut verkauft im Halbfinale. Wir sind superstolz." Föttinger konnte da nur zustimmen: "Es war brutal hart bei den Temperaturen, aber wir sind super-happy. Wir sind froh, dass wir gezeigt haben, was wir draufhaben."

Den Olympiasieg bei den Frauen holten sich Katharina Hennig und Victoria Carl. Carl ließ im Zielsprint Sundling (mit Maja Dahlqvist) und Natalia Neprjajewa (mit Julia Stupak) hinter sich. Stadlober und Unterweger hatten im Ziel 45,4 Sekunden Rückstand. Den Sieg bei den Männern brachte erwartungsgemäß Johannes Hösflot Kläbo (mit Erik Valnes) ins Ziel. Silber holten Iivo Niskanen und Joni Mäki, Bronze Alexander Bolschunow und Alexander Terentjew.

Quelle: Agenturen