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Kogler kritisiert Klima-Protest bei Gurgl-Slalom

Ein Klima-Protest während des Ski-Weltcups in Gurgl am vergangenen Wochenende sorgte für großes Aufsehen - ein Slalom-Star verlor sogar beinahe die Fassung. Auch Österreichs Sportminister Werner Kogler hinterfragt die Aktion der "Letzten Generation".

Sportminister Werner Kogler (Grüne) kann den Protest von Klimaschützer:innen beim Ski-Weltcup-Slalom der Männer vergangenen Samstag in Gurgl nicht nachvollziehen. Bei der Budgetdebatte des Nationalrats meinte er Dienstagnachmittag: "Wenn man sich ein Skirennen dafür aussucht, dann war es das falsche." Denn die Veranstaltung in Tirol sei ein "Green Event" gewesen.

Kogler kritisiert Klima-Protest in Gurgl

Daher frage er sich auch, warum die Protestierenden gerade dort gewesen seien. Da sei es wohl um allgemeine Aufmerksamkeitserregung gegangen, vermutete der Grün-Politiker: "Meinetwegen." Das hatten die Klimaaktivist:innen der "Letzten Generation" bereits unmittelbar nach dem Rennen bestätigt.

"Wir nutzen die Fläche, um Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass wir in eine Klimakatastrophe reinsteuern", sagte eine junge Frau. Die Klimaschützer:innen hatten die Regierung zum Handeln aufgerufen, sie hielten im Zielraum Plakate hoch mit der Aufschrift: "Hört auf den Klimarat."

Wutanfall von Ski-Ass Kristoffersen

Im zweiten Durchgang des Slaloms waren nach der Zieldurchfahrt des am Ende zweitplatzierten Österreichers Marco Schwarz Aktivist:innen in den Zielraum gelaufen und hatten Farbe versprüht, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Das verursachte eine längere Unterbrechung, was etliche Fahrer empörte. Slalom-Weltmeister Henrik Kristoffersen konnte gerade noch daran gehindert werden, auf eine Aktivistin loszugehen.

ribbon Zusammenfassung
  • Ein Klima-Protest während des Ski-Weltcups in Gurgl am vergangenen Wochenende sorgte für großes Aufsehen - ein Slalom-Star verlor sogar beinahe die Fassung.
  • Auch Österreichs Sportminister Werner Kogler hinterfragt die Aktion der "Letzten Generation".