APA - Austria Presse Agentur

Sportgipfel endet ohne fixe Daten oder Öffnungsschritte

26. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Das Gipfeltreffen von Sportminister Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) und Vertretern des organisierten Sports am Freitag endete ohne Zusage für konkrete Öffnungsschritte im Breitensport.

Die beiden Regierungsvertreter sicherten dem Sport zwar eine prioritäre Behandlung zu, die entscheidende Frage sei aber "Wann ist der Tag X?", meinte Anschober. Sport-Austria-Präsident Hans Niessl hofft auf erste Lockerungen schon am Montag, 1. März. Am Montag berät die Regierung über den weiteren Fahrplan in Sachen Öffnungsschritte, auch die Landeshauptleute werden wieder einbezogen.

Kinder werden bevorzugt und Outdoor-Sport könnte gute Chancen für Öffnung haben

Es dürfte zumindest vager Konsens darüber herrschen, dass zuerst Kindern wieder mehr sportliche Betätigungsfelder ermöglicht werden sollen, zumal diese durch den Schulbesuch sowieso regelmäßig getestet werden. 571.000 Kinder seien in Österreich in Sportvereinen organisiert, sagte Niessl, der sich dabei auf eine Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria von 2017 bezog. Kogler merkte an, dass bei Öffnungen Outdoor- Vorrang gegenüber Indoor-Sportarten haben würden, Mannschaftssportarten mit hoher Kontaktintensität würden eher später drankommen.

Kogler: "Keine Garantie"

Fixe Zusicherungen oder einen Rahmenterminplan erhielten die Vertreter des Sports, darunter auch ÖFB-Präsident Leo Windtner, ÖTV-Präsident Magnus Brunner, Sportunion-Präsident Peter McDonald oder Football-Verbandschef Michael Eschlböck, nicht. "Wir geben keine Garantie ab", sagte Vizekanzler Kogler. "Faktum ist, dass wir steigende Infektionszahlen haben", erklärte Anschober. Der Gesundheitsminister erwarte noch am Sonntag eine neue Studie, die Aufschluss darüber geben soll, worauf der derzeitige Anstieg der Neuinfektionen basiert bzw. wie groß der Anteil der ansteckenderen Coronavirus-Mutationen am Infektionsgeschehen ist.

 

Quelle: Agenturen