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Shiffrin greift in Zagreb nach dem Vonn-Rekord

03. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Bei Plusgraden in Zagreb jagt Mikaela Shiffrin weiter den Weltcup-Siegrekord.

Nach dem kompletten Triumph mit drei Siegen am Semmering liegt der US-Skistar bei 80 Erfolgen nur noch zwei hinter Lindsey Vonn und sechs hinter Ingemar Stenmark zurück. 

"Ungesund sich mit Rekorde zu beschäftigen"

Zehn Monate nach ihren Dreifach-Umfaller bei den Olympischen Spielen von Peking heißt die Dominatorin Mikaela Shiffrin. "Ich vergesse Olympia nicht, ich erkenne es an, aber dann geht man vorwärts. Das Gleiche gilt für meine Siege oder Rekorde. Ich glaube nicht, dass es gut, gesund oder produktiv ist, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen", sagte Shiffrin zuletzt nach ihrem vierten Weltcup-Sieg en suite.

Rekord in Greifweite

Mit Riesenschritten nähert sich die 27-Jährige aktuell dem besonderen Allzeit-Rekord des Schweden Stenmark, der 86-mal im Weltcup triumphiert hat. Bereits am Donnerstagabend könnte die erfolgreichste Frau, Shiffrins US-amerikanische Landsfrau Vonn, eingeholt sein - wenn Shiffrin beide Nachtrennen auf dem Sljeme gewinnt.

Schiffrin jagt Weltcup-RekordAPA/Martin Hirsch

Zweifel reißen nicht ab

"Ich hätte es nicht geglaubt, und ich bin dankbar, dass ich nach 80 Siegen immer noch zweifle", sagte Shiffrin vor Silvester. "Ich habe es vorgezogen, meine ganze Karriere als Zweiflerin zu leben, was auch immer ich erreicht habe. Das hält einen am Arbeiten, denn ich habe immer noch das Gefühl, dass es nicht real ist. Und es ist viel spannender, ständig zweifelnd zu sein, als zu erwarten, dass man gewinnt."

Positive Bilanz in Zagreb

Wie fast überall fährt bei Shiffrin auch auf dem Zagreber Hausberg eine beeindruckende Bilanz mit. Viermal wie sonst nur Marlies Raich stand sie dort schon am obersten Treppchen. Zwar schnappte sich Petra Vlhova in den vergangenen vier Jahren (3x Zagreb, 1x Oslo/City Event) stets den erstmöglichen Sieg im neuen Jahr. Doch die Slowakin scheint mit Shiffrins Topform aktuell nicht konkurrieren zu können, wartet als erste Verfolgerin mit 369 Punkten Rückstand im Gesamtweltcup weiter auf ihren ersten Saisonsieg.

Das Zagreb-Doppel läutet intensive Jänner-Tage ein. Trotz schwieriger Schneelage waren die FIS-Kontrollen in Kranjska Gora (RTL/7., 8.), Flachau (Slalom/10.) und St. Anton (Abfahrt/14., Super-G/15.), positiv. Die kroatischen Organisatoren stemmten sich zuletzt vehement gegen eine schmelzende Piste. Die Unterlage soll dem Vernehmen nach aber in einem akzeptablen Zustand sein. Reger Zuschauerzuspruch wird erwartet. Dass Kroatien mit Zrinka Ljutic und Leona Popovic zwei Läuferinnen in den Top Ten der Weltrangliste stellt, zahlt sich aus.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo