APA - Austria Presse Agentur

Salzburg zu Gast beim WAC - Rapid gastiert in Hartberg

Juni 16, 2020 · Lesedauer 4 min

In der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga gastiert am Mittwoch ab 18.30 Uhr Tabellenführer Red Bull Salzburg beim Wolfsberger AC. Die Salzburger haben ihre vergangenen sieben Pflichtspiele gewonnen und sind nach der Corona-Pause noch makellos. Zur gleichen Zeit empfängt Hartberg den Liga-zweiten Rapid. Ab 20.30 Uhr peilt der LASK gegen Sturm Graz seinen ersten Sieg in der Meistergruppe an.

Dem WAC steht eine schwierige Woche bevor. Die Kärntner treffen zunächst zu Hause und dann am Sonntag (17.00 Uhr) auswärts auf Serienmeister Red Bull Salzburg. Die Salzburger haben in Wolfsberg ihren nächsten Schritt in Richtung siebenten Meistertitel in Folge im Visier. Der Vorsprung auf den ersten und wohl einzigen verbliebenen Verfolger Rapid beträgt sechs Runden vor Schluss satte sieben Punkte. "Jedes einzelne dieser sechs Spiele wird noch ein beinharter Kampf, weil jeder uns schlagen will, selbst um wichtige Punkte spielt und die Meisterschaft spannend halten möchte", meinte Salzburg-Trainer Jesse Marsch.

Die Salzburger haben alle fünf Pflichtspiele seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs gewonnen. Patson Daka gelangen in den vier Ligapartien sechs Treffer. Mit 23 Ligatoren ist der Sambier in der Torschützenliste WAC-Goalgetter Shon Weissman (25) auf den Fersen. In Wolfsberg kommt es zum direkten Aufeinandertreffen. Von den vergangenen 19 Duellen mit Salzburg hat der WAC nur eines gewonnen.

Für Rapid bietet sich in den beiden Bundesliga-Spielen am Mittwoch und Sonntag gegen den TSV Hartberg die Chance, Tabellenrang zwei weiter abzusichern. Sechs Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung der zunächst in der Oststeiermark antretenden Hütteldorfer auf den Dritten WAC, der es zweimal mit Red Bull Salzburg zu tun bekommt, sechs Punkte.

Auf den Fünften Hartberg beträgt der Polster neun Zähler. Trainer Dietmar Kühbauer warnte aber davor, das Kräftemessen mit dem vermeintlichen Underdog auf die leichte Schulter zu nehmen. "Gegen Hartberg waren es zuletzt immer sehr enge Spiele. Sie haben wenig zu verlieren und spielen wirklich sehr guten Fußball, sie sind sicher die positive Überraschung in der laufenden Bundesliga-Saison", sagte der Burgenländer.

Rapid-Partien gegen Hartberg brachten in der Vergangenheit viele Tore und wenige Erfolgserlebnisse für Grün-Weiß. In bisher sechs Liga-Duellen fielen 30 Treffer, für Rapid reichte es dabei nur zu einem Sieg, und der gelang auswärts am 23. April des Vorjahres (4:2). Die bisherigen Saisonduelle endeten 3:3 und 2:2, wobei Rapid jeweils in der Nachspielzeit der Ausgleich glückte. "Wir haben uns komischerweise jedes Mal schwergetan, weil sie gegen uns anscheinend immer eine Extra-Motivation hatten", meinte Kühbauer.

Der LASK und Sturm Graz sind bisher in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga hinter den Erwartungen zurückgeblieben. In den anstehenden Duellen am Mittwoch (20.30) in Pasching und Sonntag in Graz haben daher beide Teams Punkte sehr nötig. Die viertplatzierten Linzer sind nach vier Partien noch sieglos, für den Sechsten Sturm gab es zuletzt mit einem 2:1 in Hartberg einen Befreiungsschlag.

Den peilen nun auch die Linzer in der Raiffeisen Arena an. "Ich habe bisher keinen besseren Gegner als uns gesehen. Wenn du dann nur einen Punkt hast, ist das natürlich frustrierend. Aber so ist halt manchmal Fußball. Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor gut, wir müssen es jetzt erzwingen", sagte LASK-Trainer Valerien Ismael. Mit einem bitteren Heim-0:1 gegen Rapid und einem 1:3 in Salzburg kassierte man zuletzt zwei Niederlagen am Stück, gepunktet konnte im "oberen Play-off" bisher nur beim 3:3 beim WAC werden.

"Wir wollen anfangen, wo wir in Hartberg aufgehört haben. Wie wir in der zweiten Hälfte gespielt haben, müssen wir von der ersten Minute an spielen. Dann bin ich guter Dinge, dass wir auch in Pasching gewinnen können", verlautete Sturms Co-Trainer Nikon El Maestro. Die späte Wende gegen Hartberg hat sich positiv auf die Stimmung ausgewirkt. "Die positive Energie wollen wir mitnehmen", verlautete der 27-Jährige.

Quelle: Agenturen