APA - Austria Presse Agentur

Salzburg muss vor CL-Quali zur Admira

13. Aug 2021 · Lesedauer 4 min

Drei Spiele, drei Siege, 11:2 Tore. Red Bull Salzburg ist mit der gewohnten Dominanz in die neue Saison unter Matthias Jaissle gestartet. Am Dienstag wartet Dänemarks Meister Bröndby im Play-off der Qualifikation zur Champions League. Davor geht es am Samstag in der 4. Bundesliga-Runde zur Admira, wo der Serienmeister zuletzt wenig erfolgreich war. Ebenfalls am Samstag tritt Ried in Hartberg an, WSG Tirol muss nach Wolfsberg. Anpfiff ist jeweils um 17.00 Uhr.

Zwar unterlagen die Salzburger in den vergangenen zwölf Duellen (sieben Siege, vier Remis) mit der Admira nur einmal, der letzte Auswärtsantritt endete Anfang Dezember 2020 aber völlig überraschend mit einem 0:1. Schon davor spielten die Salzburger in der BSFZ-Arena in der Liga 1:1 und 2:2. Das 6:2 vom April 2018 ist schon über drei Jahre her.

Nur auf die Statistik zu bauen wird für die Elf von Andreas Herzog aber dennoch zu wenig sein. Er sprach von einer "schönen Herausforderung" gegen Österreichs beste Mannschaft. "Auch wenn es schwer wird, gehen wir das Duell mit Salzburg so wie jedes Spiel an. Wir wollen uns gut präsentieren", betonte Herzog. Er muss weiter auf Verteidiger Nico Datkovic (muskuläre Probleme) verzichten. Ansonsten sind alle Spieler fit.

Für Salzburg ist die Ausgangslage eine alltägliche. Schon die Austria versuchte es in der Vorwoche mit einer defensiven Herangehensweise. Dies ging auf, bis Karim Adeyemi doch noch traf. Jaissle will die Admira deshalb "nicht auf die leichte Schulter nehmen". Der 33-Jährige hat bisher alles richtig gemacht. Sein Team überzeugt mit Offensivdrang,

Mit Blick auf das Play-off-Hinspiel gegen Bröndby am Dienstag in Wals-Siezenheim wurde wieder das Thema Rotation aufgegriffen. Jaissle will diese mit Bedacht angehen. "Wesentlich für uns ist, dass wir unseren guten Rhythmus nicht verlieren", meinte er. Neben den langzeitverletzten Sekou Koita und Albert Vallci plagen Zlatko Junuzovic Wadenprobleme. Der Mittelfeldspieler dürfte geschont werden.

In Hartberg scheint der Effekt des Traumstarts gegen Rapid verpufft zu sein. Dem 1:0 bei Grün-Weiß folgten Niederlagen gegen Altach und Aufsteiger Klagenfurt, die Mannschaft von Neo-Cheftrainer Kurt Russ liegt nur auf Platz zehn der Fußball-Bundesliga. Nun kommt mit der SV Ried ein Team in die Steiermark, das bereits zwei Siege auf dem Konto hat. Das 3:4 Klagenfurt hinterließ Spuren bei Hartberg. "Wir haben zu einfache Fehler gemacht. Ich habe geglaubt, dass wir weiter sind. Leider ist das nicht so", lautet das bittere Resümee von Russ. Vor allem die Gegentore seien "zu einfach" gefallen. Seine Überlegung vor dem Ried-Spiel: "Vielleicht starten wir auch ein bisschen defensiver rein."

Dann könnte eine Art Pattstellung die Folge sein. Denn dass die weiter recht fleißig punktenden Rieder ausgerechnet in der Fremde von ihrem pragmatischen Defensivfußball abrücken, ist nicht zu erwarten. Mit einem 2:1 gegen die Admira merzten die Innviertler zuletzt die 1:7-Scharte gegen Salzburg aus. "Wenn man in zwei Heimspielen zwei Mal gewinnt, im Cup souverän weiterkommt und das Match gegen Salzburg außer Acht lässt, dann kann man eigentlich nicht besser in die Saison starten. Wir sind damit voll im Soll", erklärte Trainer Andreas Heraf, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

In der Wolfsberger Lavanttal-Arena treffen am Samstag mit dem WAC und der WSG Tirol zwei noch sieglose Teams aufeinander. Die Kärntner zieren mit einem Punkt aus drei Spielen das Tabellen-Ende. Wattens belegt Rang neun, ist aber nach drei Unentschieden auch noch unbesiegt. Beide Mannschaften spielten vergangene Saison in der Meistergruppe, wollen daher nun endlich den ersten Ligasieg einfahren.

WAC-Coach Robin Dutt muss sich über viele Gegentore und die derzeit herrschende Stürmerflaute Sorgen machen. "Die Chancenverwertung muss natürlich besser werden", fordert Dutt, der Offensiv-Neuzugang Tai Baribo aber lobt. "Ich bin mit ihm sehr zufrieden. Er muss erst die Abläufe lernen und das Timing. Aber dass er sich so hochkarätige Chancen wie gegen Rapid erspielt, das spricht schon mal für ihn." Die Defensive soll nun Routinier Mario Leitgeb, der seine Rot-Sperre abgesessen hat, wieder stabilisieren. "Das ist ein topwichtiger Spieler für uns", sagt Dutt. Beim Gegner WSG warnt er vor allem vor der Konterstärke. Seinem Gegenüber Thomas Silberberger streut der prominente deutsche Coach Rosen. "Ich finde, dass er einen super Job macht. Man muss ja schauen, wo welche finanziellen Möglichkeiten sind."

Besagter WSG-Trainer warnt derweil davor, den WAC auf die leichte Schulter zu nehmen, nur weil dieser einen schwachen Saisonstart hatte: "Ich erwarte keinen angeschlagenen Gegner, vielmehr einen, der eingespielt ist", verwies der Tiroler auf die Tatsache, dass Dutt im Wesentlichen auf das Team aus dem Vorjahr setzt. "Also jeder, der uns jetzt in der Favoritenrolle sieht, hat keine Ahnung vom Fußball", so Silberberger. Der 48-Jährige erwartet "ein Spiel mit offenem Visier auf beiden Seiten."

Quelle: Agenturen