Rodionov in Wien sensationell weiter - Novak out

27. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Die erste rot-weiß-rote Sensation beim Turnier in der Wiener Stadthalle. Jurij Rodionov setzt sich gegen den Favoriten Denis Shapovalov mit 6:4,7:5 durch. Am heutigen Dienstag greift erstmals Dominic Thiem ins Geschehen ein.

Der Niederösterreicher Jurij Rodionov hat zum Abschluss des Tennis-Tages beim Erste Bank Open die Sensation geschafft. Der 153. der Weltrangliste besiegte den als Nummer acht gesetzten Kanadier Denis Shapovalov 6:4,7:5. Der 21-jährige Shapovalov ist Weltranglisten-Zwölfter. Der gleichaltrige Rodionov spielt in seinem ersten Wien-Achtelfinale gegen den Sieger der Dienstag-Partie zwischen dem slowenischen Qualifikanten Aljaz Bedene und dem Briten Daniel Evans.

Für Österreichs Nummer drei bedeutet der Sieg seinen überhaupt ersten Erfolg beim Wiener Stadthallen-Turnier. Bei seinem bisher einzigen Antreten im Jahr 2018 schied der gebürtige Nürnberger mit weißrussischen Eltern in der ersten Qualifikationsrunde aus. Seit 2015 ist Rodionov Österreicher, er lebt allerdings schon seit dem Alter von zwei Jahren in Niederösterreich.

Novak verliert knapp

Der 27-jährige Dennis Novak verpasste zuvor sein insgesamt zweites Wien-Achtelfinale nach jenem von 2017 nur knapp. Im Grunde war seine 7:6(2),4:6,6:7(6)-Niederlage am Montagnachmittag in der Wiener Stadthalle im ersten Duell mit dem Südafrikaner eine große vergebene Chance, ließ er doch nach starker Leistung drei Matchbälle aus. Sein 34-jähriger Gegner, Wien-Finalsieger von 2018, nutzte hingegen seine erste Chance auf den Aufstieg.

Novak war nach der 2:45-Stunden-Partie naturgemäß enttäuscht, hatte er doch mehrmals im Match brenzlige Situationen bereinigt, wehrte sieben Breakbälle ab. Im entscheidenden Augenblick fehlten aber Nerven und Glück, den dritten Matchball vergab er mit einem Doppelfehler.

Coach Julian Knowle richtete Schützling Novak aus: "Über das Match gesehen kann man ihm nichts vorwerfen. Man hat aber gesehen, dass das Tennis nicht nur von den Schlägen entschieden wird, sondern auch im Kopf. Dennis hat ein Potenzial eines Top-50-Spielers. Da erwarte ich mehr. Es sind zu viele Löcher im Jahr, wo er Durchhänger hat." Novak blieb letztlich positiv: "Je mehr so enge Matches ich habe, desto besser kann ich damit umgehen. Ich muss schauen, dass ich meine Chancen nutze."

Quelle: Agenturen