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Real Madrid bleibt "ManCity-Albtraum" in Champions League

Heute, 11:21 · Lesedauer 4 min

Alle Jahre wieder Real Madrid: Manchester City ist im dritten Jahr in Folge in der Fußball-Champions-League an den "Königlichen" gescheitert. Nach dem Viertelfinale 2024 und der Zwischenrunde 2025 war es diesmal im Achtelfinale der Fall. Der Arbeitgeber des nicht eingesetzten ÖFB-Stars David Alaba gewann nach dem Heim-3:0 auch auswärts mit 2:1. "5:1 gegen eine Mannschaft wie ManCity, das ist nicht einfach", sagte ein "richtig glücklicher" Real-Coach Alvaro Arbeloa.

Jeder wisse, wie schwer es sei, in Manchester zu siegen. Zwei Tore von Vinicius Junior (22./Elfer, 93.) gaben den Ausschlag. Vor dem ersten war ManCitys Bernardo Silva wegen eines Handspiels auf der Torlinie ausgeschlossen worden. "City hat zu Beginn alles versucht, aber nach dem Elfmeter hat sich das Spiel verändert, es ist ein bisschen leichter für uns geworden", meinte Arbeloa. Den Grundstein hatte sein Team durch einen Hattrick von Federico Valverde in Madrid gelegt. "Über zwei Spiele haben wir es uns verdient, aufzusteigen", betonte Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold.

Die Madrilenen beschränkten sich über weite Strecken auf das Verwalten des Gesamtvorsprungs, auch dadurch konnten die Engländer trotz Unterzahl großen Druck ausüben. "Es ist hart. In den Spielen hatte ich nicht das Gefühl, dass sie so viel besser waren als wir, aber wenn man sich das Ergebnis anschaut, scheint es offensichtlich zu sein", resümierte ManCitys Offensivspieler Jeremy Doku. Mangelnde Effizienz verhinderte jedenfalls mehr Treffer als jenen von Erling Haaland (41.).

Coach Josep Guardiola übte sich nach der Partie in Sarkasmus. "Jeder will mich feuern", antwortete der Spanier auf die Frage nach seiner Zukunft beim englischen Topclub. "Eines Tages werde ich hierherkommen und sagen: "Bye Bye Leute." Die Spekulationen, dass der 55-Jährige nach zehn erfolgreichen Jahren am Ende dieser Saison City verlassen könnte, gibt es schon länger. So richtig lässt sich Guardiola bei seiner Zukunftsplanung nicht in die Karten schauen. Schon öfter gab es Rücktrittsspekulationen. Sein aktueller Vertrag läuft am Ende der nächsten Saison aus.

Guardiola rechnet mit "rosiger" Zukunft

"Die Zukunft wird rosig sein. Nächste Saison kommen wir wieder zurück", sagte er. In der K.o.-Runde sollte es dann aber nicht wieder gegen Real gehen, kam doch viermal in den jüngsten fünf Jahren im direkten Duell das Aus. Nur 2023 auf dem Weg zum späteren Titelgewinn setzten sich die "Citizens" durch. Eine gute Saison kann es für sie trotz Out noch werden, haben sie doch national noch drei Titelchancen. Eine davon soll am Sonntag im Ligacup-Finale gegen Premier-League-Tabellenführer Arsenal genutzt werden.

Die "Gunners" stärkten allerdings ihr Selbstbewusstsein, gaben sich nach dem Auswärts-1:1 beim Heim-2:0 gegen Bayer Leverkusen keine Blöße. Eberechi Eze leitete den Sieg mit einem laut Trainer Mikel Arteta "magischen Moment" ein. Für den Ex-Stürmer von Crystal Palace war es der erste Treffer in der "Königsklasse". "Es ist ein spezielles Tor, natürlich werde ich mich lange daran erinnern", sagte der 27-Jährige.

Auch Declan Rice (63.) traf. "Wir sind noch in allen Bewerben dabei, daher spielen wir seit Oktober alle drei Tage. Ich bin völlig erschöpft, aber wir finden Wege, um zu gewinnen, und das ist gut so", erläuterte der Torschütze. Im Viertelfinale wartet Sporting Lissabon, das den Höhenflug des norwegischen Überraschungsteams Bodö/Glimt mit einem Heim-5:0 nach Verlängerung doch noch stoppen konnte.

PSG für Gegner "immer unberechenbar"

Weiter von der Titelverteidigung träumen darf Paris St. Germain. Das Gesamt-8:2 gegen Chelsea war ein beeindruckendes Zeichen. "Wir haben erneut gezeigt, dass wir wirklich eine Mannschaft sind, die auf unterschiedliche Weise spielen kann und für unsere Gegner immer unberechenbar ist. Ich bin stolz, denn mit einem solchen Ergebnis rechnet man nicht", bilanzierte PSG-Coach Luis Enrique. Auf ein Heim-5:2 folgte ein Auswärts-3:0. "Die zwei schnellen Tore waren der Schlüssel für den Sieg." Khvicha Kvaratskhelia (6.), Bradley Barcola (15.) und Senny Mayulu (62.) sorgten für klare Verhältnisse.

"In beiden Spielen waren sie eiskalt, mit Schüssen von außerhalb des Strafraums. Das ist das Niveau, das wir erreichen müssen", sagte Chelsea-Coach Liam Rosenior.

Zusammenfassung
  • Real Madrid wirft Manchester City zum dritten Mal in Folge aus der Champions League und gewinnt das Achtelfinale mit insgesamt 5:1 nach einem 3:0-Heimsieg und einem 2:1-Auswärtssieg.
  • Vinicius Junior trifft im Rückspiel doppelt für Real, während Bernardo Silva nach einem Handspiel auf der Linie ausgeschlossen wird und Erling Haaland das einzige Tor für City erzielt.
  • Paris Saint-Germain besiegt Chelsea mit einem Gesamt-8:2, Arsenal steht nach einem 2:0 gegen Leverkusen und Sporting Lissabon nach einem 5:0 gegen Bodö/Glimt im Viertelfinale.