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Rapid fixiert Meister-Play-off - Salzburg gewinnt in Linz

Der SK Rapid hat sich in der 21. Runde der Fußball-Bundesliga das Ticket für das Meister-Play-off gesichert. Die Hütteldorfer besiegten am Sonntag die WSG Tirol 2:0 (0:0) und fixierten damit Rang vier. Austria Klagenfurt schob sich durch einen 1:0-(1:0)-Erfolg über Hartberg an der Wiener Austria, die bei Sturm mit 1:3 (1:1) verlor, sowie der WSG vorbei auf Rang fünf. Das Spitzenspiel in Linz zwischen dem LASK und Meister Salzburg gewannen die Gäste mit 2:0 (0:0).

Der WAC kassierte beim Trainerdebüt Manfred Schmid eine 0:1-(0:0)-Heimniederlage gegen Aufsteiger Austria Lustenau. Die Kärntner spielten dabei nach einer Roten Karte für Simon Piesinger rund 70 Minuten in Unterzahl. Im Kellerduell unterlag Altach der SV Ried mit 1:2 (1:1), die Vorarlberger sind damit neuer Tabellenletzter. Die Salzburger (54 Punkte) haben neun Zähler Vorsprung auf Sturm (45) und gar 17 auf den LASK (37). Hinter Rapid (33) hält Klagenfurt bei 30 Punkten, die Wiener Austria bei 29 und die WSG bei 28. Die Tiroler empfangen am kommenden Sonntag im Grunddurchgangsfinale Sturm, Klagenfurt reist nach Lustenau und in Wien findet das Derby statt (alle 17.00 Uhr/live Sky).

Rapid buchte das Ticket für die Meistergruppe mit relativ späten Toren durch "Joker" Oliver Strunz (74.) und Guido Burgstaller (86.). Die Hütteldorfer übernahmen vor 19.400 Zuschauern von Beginn an das Kommando und wurde vor allem durch Burgstaller gefährlich. In der 36. Minute brachte Marco Grüll eine Freistoßflanke zur Mitte, Gäste-Keeper Ferdinand Oswald wehrte einen Burgstaller-Kopfball an die Stange, danach überquerte der Ball offensichtlich die Torlinie. Das Tor zählte aber nach VAR-Begutachtung wegen einer Abseitsstellung des Rapid-Kapitäns nicht.

Kurz vor und auch nach dem Seitenwechsel betrieb Rapid Chancenwucher. In der 74. Minute war der Bann dann aber gebrochen. Grüll legte für den kurz zuvor eingewechselten Strunz auf, der den Ball flach ins Eck rollte. In der Folge kämpfte die WSG um den Ausgleich, brachte aber während der gesamten Partie keine zwingende Einschussmöglichkeit zustande. Dafür gelang Burgstaller in der 86. Minute die Entscheidung. Damit holte Rapid im achten Liga-Match in Folge gegen die Wattener einen vollen Erfolg.

Serienmeister Red Bull Salzburg bleibt nach dem Aus in Europa League und Cup in der Bundesliga souverän. Eine Woche nach dem 4:2-Sieg bei Rapid setzte sich die Elf von Matthias Jaissle im nächsten Schlager beim LASK mit 2:0 durch. Sekou Koita (54.) und Nicolas Seiwald (72.) erzielten die Treffer der Gäste, die nach einem offenen Schlagabtausch in der ersten Hälfte nach dem Seitenwechsel Nägel mit Köpfen machten. Mit Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Salzburg nämlich vor fast ausverkauftem Haus - mehr als 18.000 Zuschauer kamen in die neue Raiffeisen Arena - den Druck. In der 54. Minute lieferte Oscar Gloukh via Doppelpass den Assist für Koita, der eine schnelle Aktion aus wenigen Metern problemlos abschloss.

Der LASK wirkte nicht geschockt, konterte über Leihspieler Moses Usor und Ibrahim Mustapha, dem Salzburgs Goalie Philipp Köhn aber den Winkel gut abschnitt (57.). Nach Ballgewinn im Mittelfeld ging es über die "Joker" Noah Okafor und Maurits Kjaergaard blitzschnell, Nicolas Seiwald vollendete aus wenigen Metern (72.). Nach zwei Remis (0:0, 1:1) in Folge gelang den Salzburgern damit wieder ein voller Erfolg über die Linzer.

Austria Klagenfurt machte einen großen Schritt Richtung Meistergruppe. Die Kärntner gaben im Heimspiel gegen den TSV Hartberg ein Muster an Effizienz ab und besiegten die Oststeirer dank eines Treffers von Markus Pink mit 1:0. Dabei köpfelte Pink nach einer Flanke von Michael Blauensteiner auf die zweite Stange ein, wobei sich die Abwehr der Gäste inklusive Tormann Raphael Sallinger nicht glücklich anstellte. Es war der 15. Treffer für Pink, der weiter zwei Tore vor Rapids Guido Burgstaller (13) die Schützenliste anführt. Nach dem Tor in der 9. Minute hatten die Klagenfurter keine annähernd so hochkarätige Möglichkeit mehr.

Die Steirer waren mit dem Rückstand nun öfter im Ballbesitz als vorher. Zählbares kam dabei nicht heraus. Brenzlig wurde es auf beiden Seiten in der Schlussphase. Ein Volley-Versuch von Pink (86.) verfehlte das Ziel weit, bei einer weiteren Gelegenheit des Goalgetters passte Sallinger auf. In der 91. Minute scheiterte Rene Kriwak an Phillip Menzel, den Nachschuss brachte Ruben Providence nicht im Tor unter. Für Klagenfurt war es der dritte Sieg in Folge - ein noch wichtigerer soll in sieben Tagen bei Austria Lustenau folgen.

Einen verdienten 3:1-Heimsieg feierte Sturm Graz gegen Austria. Der zuvor auf sein erstes Tor im Frühjahr wartende Emanuel Emegha (34., 65.) im Doppelpack und Manprit Sarkaria (71.) per Elfer schossen die Tore für die Grazer. Haris Tabakovic (36.) gelang das zwischenzeitliche 1:1. Zum Abschluss des Grunddurchgangs ist Sturm bei der WSG Tirol im Einsatz, die ebenfalls noch im Rennen um die Top Sechs liegt. Die Austria trifft kommenden Sonntag im großen Wiener Derby daheim auf Rapid.

Eingeleitet wurde der Sieg mit einer Grazer Chancenlawine ab der 25. Minute, wobei Ex-Austrianer Sarkaria das Kunststück zustande brachte, den Ball aus wenigen Metern am leeren Tor vorbeizuschieben (26.). Emegha nutzte dann einen Patzer von Austria-Verteidiger Johannes Handl, der zum schnellen Gegenstoß mutierte. Emegha verschaffte sich Platz und schloss platziert ab. Die kalte Dusche kam aber postwendend. Ein Freistoß von Aleksandar Jukic segelte in den Grazer Strafraum, Tabakovic konnte völlig unbedrängt zu seinem sechsten Tor im Jahr 2023 einköpfeln. Die Grazer schafften schlussendlich schon vor dem Finish die Entscheidung, wobei harmlose Austrianer bei den Treffern das Ihrige beitrugen. Vor Emeghas 2:1 kamen die Wiener bei einem Konter immer einen Schritt zu spät. Das 3:1 leitete Christian Früchtl mit einem schlechten Abschlag ein, Reinhold Ranftl brachte bei der anschließenden Aktion den kurz davor eingewechselten Bryan Teixeira zu Fall. Sarkaria war vom Elferpunkt erfolgreich.

Die Heimmisere des WAC fand auch unter Neo-Trainer Manfred Schmid ihre Fortsetzung. Die Wolfsberger unterlagen Austria Lustenau zu Hause 0:1. Es war die sechste Bundesliga-Heimniederlage der Kärntner in Folge. Schmids Premiere als WAC-Coach ging nicht zuletzt wegen einer frühen Roten Karte für Simon Piesinger (22.) daneben. Dabei verordnete der Ex-Austria-Trainer Schmid dem WAC einen Systemumstellung. Das offensive 4-3-3 mit Goalgetter Tai Baribo im Sturmzentrum wurde nach Piesingers Ausschluss aber früh über den Haufen geworfen. Baribo bleibt übrigens ein weiteres Jahr beim WAC. Die Wolfsberger zogen die Option auf Verlängerung des Vertrages mit dem 25-jährigen Israeli.

Den einzigen Treffer der Partie erzielte Jean Hugonet (64.). Er köpfelte nach einem Eckball von Lukas Fridrikas zur Lustenau-Führung ein. Der WAC hält nach elf Ligaspielen in der eigenen Lavanttal Arena damit weiterhin bei nur einem Sieg und einem Remis. Vier Punkte sind die mit Abstand schwächste Heimbilanz der Liga. Die Wolfsberger haben fünf von sechs Pflichtspielen im Frühjahr verloren. Die Lustenauer bejubelten nicht nur ihren erst zweiten Treffer im neuen Jahr, sondern auch ihren ersten Auswärtssieg seit August.

Im Kellerduell gelang der SV Ried ein Befreiungsschlag. Die Innviertler bezwangen den SCR Altach auswärts mit 2:1 und feierten den ersten Ligaerfolg seit Mitte Oktober. Dank des "Dreiers" gab Ried auch die rote Laterne an die Vorarlberger ab, die seit mittlerweile acht Spielen auf einen Sieg warten. Mike-Steven Bähre brachte die Gastgeber früh in Führung (7.), diese glich Matthias Gragger noch im ersten Spielabschnitt aus (34.). Den entscheidenden Treffer zugunsten der Rieder erzielte dann der eingewechselte Christoph Monschein (76.). Ried konnte damit erstmals nach acht sieglosen Spielen wieder gewinnen.

ribbon Zusammenfassung
  • Der SK Rapid hat sich in der 21. Runde der Fußball-Bundesliga das Ticket für das Meister-Play-off gesichert.
  • Austria Klagenfurt schob sich durch einen 1:0-(1:0)-Erfolg über Hartberg an der Wiener Austria, die bei Sturm mit 1:3 (1:1) verlor, sowie der WSG vorbei auf Rang fünf.
  • Das Spitzenspiel in Linz zwischen dem LASK und Meister Salzburg gewannen die Gäste mit 2:0 (0:0).
  • Die Austria trifft kommenden Sonntag im großen Wiener Derby daheim auf Rapid.